Patentverdächtig: MAHA-Scheren-Hebebühne DUO UC

MAHA hat die völlige Neuheit DUO UC 4.0/5.0 W (also keine Weiterentwicklung) zum Patent angemeldet. Das „UC“ in der Typbezeichnung steht für Ultra Sonic Control – also für die Ultraschallüberwachung der Hub- und Senkbewegungen. Zu dieser Steuerung gehören aktive Ultraschallsensoren (Sender und Empfänger) für die Höhenpositionen, und zwar mit der Auflösung im Zehntel-Millimeter-Bereich. Sie messen beim Heben und Senken die Höhen-Istpositionen als Abstände zwischen dem Bodenrahmen und der Unterseite der beiden Fahrschienen. Somit sind die Anforderungen an die genaueste aller Messmethoden für bewegte Maschinenelemente – die sogenannte direkte Messung für die bewegten Elemente selbst – erfüllt. Die Signale der Sensoren steuern die beiden elektro-hydraulischen Hubantriebe (über Servoventile für die beiden Hydraulikzylinder).

Eine wichtige Anforderung – nämlich die der Funktionssicherheit – ist damit erfüllt. Beim Heben und Senken wird permanent der Gleichlauf der beiden Fahrschienen kontrolliert bzw. eingestellt. Das sichert die stabile und havariefreie Lage des angehobenen bzw. abzusenkenden Fahrzeugs während der Bewegungen. Die aktuellen Höhenwerte werden zukünftig an LCD-Anzeigen ablesbar sein.

Die auf der Hebebühne durchführbaren Fahrwerksvermessungen verlangen hohe Eigenstabilität und genaue Positionierung der Bühne während der Messvorgänge, also in der eingefahrenen Hubposition und unter Last. Dazu sind bei diesem Typ mehrere Vorkehrungen getroffen worden: Einerseits werden die zum Heben und Senken horizontal bewegten Führungsmodule in der End- bzw. Messposition für die Fahrschienen arretiert. Diese Module im Bodenrahmen und an der Unterseite der Fahrschienen sind dann im jeweiligen Rahmen mechanisch und formschlüssig verblockt (Verzahnung mit Klinken). Deren Betätigung ist pneumatisch. Diese rein mechanische, formschlüssige Arretierung gewährleistet eine stabile Hubposition auch über längere Zeit oder bei unbeabsichtigten Fremdeinwirkungen oder Fremdeinflüssen. Auf diese Weise wird auch die waagerechte Lage der Fahrschienen-Oberseiten und somit der Aufnahmeflächen für die Fahrzeuge gewährleistet. Somit ist die sichere Einstellung einer Basisebene für die vier Aufsetzpunkte des Fahrzeugs – insbesondere relativ zueinander – gewährleistet, was als Bezug für genaue Fahrwerksvermessungen wesentlich ist.

Andererseits ist die mechanische Steifheit gegen elastische Deformation der tragenden Elemente, wie z. B. Scherenbalken und Fahrschienen, berücksichtigt. In der Zukunft wird diese Bühne von einer werkstatttauglichen robusten Folientastatur aus gesteuert.

Es gibt die Bühne in zwei Ausführungen: mit Traglasten von 4,0 und 5,0 Tonnen. Die Auffahrhöhe beträgt 240 Millimeter, die Hubhöhe 2.050 Millimeter, und die Hubzeit liegt zwischen 45 und 50 Sekunden.

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