Sorgen bei Reifenhersteller in Kenia

Ursprünglich 1969 als Joint Venture mit Firestone gegründet und seit drei Jahren unter Sameer Africa (Nairobi) firmierend, ist der kenianische Reifenhersteller (Eigen- und Hauptmarke Yana, ferner auch Bridgestone und Firestone) in Schwierigkeiten geraten: In der ersten Hälfte des Jahres 2008 sind Umsatz und Profite eingebrochen. Im Heimatmarkt drohen neue fiskalische Regelungen den Import von Reifen (auch Runderneuerte) aus dem Fernen Osten, Ägypten und Südafrika zu begünstigen und die eigenen Expansionspläne zu unterwandern. Das Unternehmen will mit einer Ausweitung der Exporte reagieren.

Saneer hat gerade eine neue Produktionsstraße für Leicht-Lkw-Reifen – dem dominanten Wachstumssegment – eingeweiht, die die monatliche Fertigungskapazität um 2.700 Einheiten auf 15.000 erhöht und über die hauptsächlich die Marke Yana gehen soll, vor allem bestimmt für Exporte in die Region Ostafrika. Als Exportländer für Yana gelten Sambia, Äthiopien, Eritrea, der Sudan, Tansania, Uganda und seit Neuestem auch Malawi. Sameer habe – im Wesentlichen mit der erst 2005 eingeführten Marke Yana – einen Marktanteil von 40 Prozent im Heimatland Kenia, von 25 Prozent in Uganda und von 18 Prozent in Tansania, heißt es in einem Bericht der „Business Daily Africa“. In diesen Ländern treffe man beispielsweise auf Produzenten aus Südafrika oder Ägypten, die beispielsweise bei den Energiekosten um das Sechs- respektive das Vierfache günstiger dastehen als ein Unternehmen aus Kenia.

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