Reifenhandel steckt tief in den roten Zahlen

Das zurückliegenden Jahr war kein besonders angenehmes für den deutschen Reifenhandel. Die Absätze, so steht seit Mitte März fest, gingen um 12,5 Prozent auf 41,5 Millionen Pkw-Reifen zurück. Wenigstens entwickelten sich die anderen Marktsegmente wie Lkw- oder Motorradreifen im vergangenen Jahr positiv. Wie der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) nun in der Jahresbilanz des „Betriebsvergleichs Reifenfachhandel“ schreibt, litten gerade die großen Betriebe besonders unter der dürftigen Kaufbereitschaft der Endverbraucher. Im Vergleich zu 2006 mussten Handelsbetriebe der Gruppe 3 (über zehn Millionen Euro Jahresumsatz) einen Umsatzeinbruch von 9,7 Prozent hinnehmen. Betriebe der mittleren Gruppe 2 (2,3 bis zehn Millionen Euro Jahresumsatz) gingen die Umsätze um 8,3 Prozent zurück, während die kleineren Betriebe (Gruppe 1: Umsatz unter 2,3 Millionen Euro) mit einem Minus von 6,2 Prozent davon kamen.

Auch wenn gerade kleinere Reifenhandelsbetriebe noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen sind, stelle sich hier die Frage nach der Zukunftsperspektive der Branche und jedes einzelnen Betriebes. Wie der BRV gemeinsam mit der BBE Unternehmensberatung aus Köln im Rahmen des aktuellen Betriebsvergleichs vorrechnet, gehen auch bei den kleineren Betriebe die Roherträge in Prozent vom Umsatz bei der Vermarktung von Reifen nicht unbeträchtlich zurück. Während die Betriebe der Gruppe 1 im vorvergangenen Jahr noch Roherträge (bei der Vermarktung von Reifen) über 17,2 Prozent erzielen konnten, waren dies in 2007 noch 16,3 Prozent. Bei den mittelgroßen Handelsbetrieben (Gruppe 2) fielen im selben Zeitraum die Roherträge von 17,2 auf nur noch 13,7 Prozent, fielen also um relative 20 Prozent. Große Betriebe mussten bei den Roherträgen einen Rückgang von 12,5 auf 10,4 Prozent hinnehmen.

„Trotz geinger Kostensteigerung in Gruppe 1 und Nutzung der letzten Einsparpotenziale in Gruppe 2 und vor allem in Gruppe 3 (hier wurde besonders personalseitig gespart), schreiben alle drei Gruppe zum Jahresende 2007 deutlich rote Zahlen“, so der BRV in seinem Betriebsvergleich und zieht das Fazit: „2007 – Kein erfreuliches Jahr für den Reifenfachhandel.“ Das Ergebnis der großen Handelsbetriebe lag demnach bei minus 6,5 Prozent vom Umsatz. Die mittleren Betriebe landeten immerhin noch bei einem Minus von 2,6 Prozent, während die kleinen Handelsbetriebe im vergangenen Jahr wenigstens ein Ergebnis von minus 1,1 Prozent hinnehmen mussten.

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