Semperit Master-Grip mit „Netzlamellentechnik“

Die Reifenmarke Semperit, als „alpen-bewährt“ im Wintergeschäft positioniert, hat mit dem Master-Grip ab Herbst dieses Jahres einen neuen Reifen für die Kompakt- und Mittelklasse im Programm. Bei der Entwicklung wurde besonders auf hohe Haftung fürs Bremsen und Anfahren sowie für sichere Seitenführung auf winterlichen Straßen Wert gelegt. Dazu wurde die so genannte „Netzlamellen-Technik“ von Semperit erstmals auf einen Reifen für kleinere Fahrzeuge adaptiert. Im Ergebnis legt der neue Winterreifen beim Fahrverhalten auf Schnee und Eis sowie nasser Fahrbahn gegenüber seinem Vorgänger Winter-Grip zu, bei der Laufleistung ist den Entwicklern eigenen Angaben zufolge sogar ein Plus von zwölf Prozent gelungen. Ferner: Ein neuer Indikator in der Lauffläche zeigt an, wann die für den sicheren Winterbetrieb nötige Profiltiefe von vier Millimetern unterschritten wird.

Semperit-Winterreifen sind traditionell ausgelegt auf sichere Fahreigenschaften auf verschneiten und vereisten Fahrbahnen. Dabei liefert die „Netzlamellen-Technik“, die bereits beim „großen Bruder“ des Master-Grip (dem Speed-Grip) verwendet wird, zusätzliche Haftung fürs Anfahren und Bremsen sowie hohe Seitenführung auf Schnee. „Bei der Netzlamelle bilden die einzelnen kleinen Einschnitte auf den Profilblöcken geneigte Rechtecke“, erläutert Stefan Heine, Entwickler des neuen Master-Grip. „Unter Belastung bilden sie eine Vielzahl von Kanten, die sich sicher mit dem Untergrund verzahnen und so für hohe Haftung sorgen.“ Da die Lamellen in Längs- und Querrichtung angebracht sind, können sie Grip beim Anfahren und Bremsen sowie beim Handling auf Schnee aufbauen. In der Mischung der Lauffläche enthaltene fixierte Weichmacher bieten Flexibilität der Profilelemente, so dass die sichere Traktion auf Schnee und Eis über die gesamte Lebensdauer des Reifens erhalten bleibt.

Die Netzlamelle habe – so der Hersteller – nicht nur Vorteile beim Fahren auf Schnee, auch auf vereistem Untergrund liefere sie einen deutlichen Sicherheitsgewinn: Da die Lamellen im Profilblock untereinander verbunden sind, kann der beim Bremsen und Beschleunigen auf Eis entstehende Wasserfilm schneller abgeleitet werden. Die Lamellen wirken auf Eis dabei wie ein Scheibenwischer und verdrängen den Wasserfilm, der durch die Reibungsenergie entsteht und sonst die Haftung herabsetzt.

Profilblöcke für mehr Grip

Beim neuen Master-Grip bildet eine hohe Anzahl von Profilblöcken viele Kanten aus, die sich mit dem Schnee verzahnen – so wird zusätzliche Haftung auf typisch winterlichen Straßen erreicht. Ein weiterer positiver Effekt dieser Konstruktion sind die „Kanäle“ zwischen den Blockreihen im Schulterbereich, die Wasser bei Regenfahrten aus der Aufstandsfläche ableiten und die Aquaplaninggefahr verringern. Die drei Umfangsrillen zwischen den Profilblock-Bändern bieten zusätzlich Aufnahmefähigkeit zur Ableitung von Wasser und Schneematsch.

Hohe Profilsteifigkeit – gut für trockene Straßen

Auch auf trockener Straße muss sich der neue Master-Grip natürlich beweisen. „Stabile Blöcke im Mittelbereich des Reifens sorgen für präzise Lenkansprache und hohe Spurstabilität“, erläutert Heine. „Um die Blockbewegung beim Kurvenfahren zu verringern, sind die Netzlamellen im Schulterbereich in stabile Profilelemente, so genannte „Stützmauern“, eingebettet. So konnte präzises Handling auf trockenen Straßen erreicht werden, ohne dass die Wirkung der Netzlamellen bei Schneefahrten verringert wird.“

Da die Lamellendichte der Größe der einzelnen Profilblöcke angepasst wurde, hat der neue Semperit-Winterreifen eine gleichmäßige Profilsteifigkeit über die gesamte Reifenbreite und den gesamten Umfang erhalten. Das gewährleistet gleichmäßigen Abrieb und damit eine hohe Laufleistung – wichtig für Autofahrer, die hohe Fahrsicherheit auf winterlichen Straßen mit wirtschaftlichem Betrieb kombinieren wollen.

Winter-Indikator zeigt Vier-Millimeter-Grenze

Winterreifen sollten mindestens vier Millimeter Profiltiefe haben, um ihre sicheren Fahreigenschaften auf Schnee und Eis zur Geltung bringen zu können. Daher hat der neue Master-Grip einen kleinen, „W-TWI“ (Winter-Tread Wear Indicator) genannten Steg zwischen einigen Profilblöcken, der vier Millimeter hoch ist. Wenn die Profilelemente bis zu diesem Steg hin abgenutzt sind, empfiehlt Semperit den Reifentausch. Die Position des Indikators zuwischen den Profilklötzen wird auf der Seitenwand mit dem Schriftzug „W-TWI“ und einer Schneeflocke angezeigt.

Der neue Master-Grip wird im Herbst im Reifenhandel verfügbar sein. Semperit wird 31 Dimensionen direkt zum Start verfügbar haben, die Dimensionspalette sieht Durchmesser zwischen 13 und 15 Zoll mit Breiten zwischen 135 und 195 Millimeter und Querschnitten zwischen 80 und 55 Prozent mit Freigaben bis 190 km/h vor. Er ersetzt damit den bekannten Winter-Grip und soll zum selben Preisniveau angeboten werden wie der Vorgänger.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

An Diskussionen teilnehmen
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.