Winterausrüstungspflicht für Österreich?

Nach dem heftigen Wintereinbruch in Österreich vergangene Woche machen sich lokale Medien, Verbände und Behörden erneut Gedanken darüber, inwieweit die Polizei eine Handhabe gegen „schlecht bereifte Lenker“ hat, schreibt die Wiener Zeitung. Es wird also die Frage diskutiert, was eigentlich einen Winterreifen als solchen qualifiziert und wie dies in Bezug auf die Straßenverkehrsordnung umzusetzen ist. Angestoßen wurde die aktuelle Diskussion durch die Initiative des österreichischen Verkehrsministers Werner Faymann (SPÖ), der die Winterausrüstungspflicht für Pkw schon im Januar 2008 gesetzlich verankern will. Details der Regelung würden derzeit im Ressort ausgearbeitet.

Vertreter des ÖAMTC betonen auf Anfrage der Zeitung, dass es eben keine Spezifikationen für Winterreifen gebe – nicht in Österreich und auch nicht in Europa oder weltweit. Es gebe zwar die M+S-Kennzeichnung und auch das Schneeflockensymbol. Wünschenswert sei hingegen ein „europaweites Prüfungsverfahren, das (Reifen) nicht nach Profilgestaltung, sondern nach Fahreigenschaften beurteile. Dann könnten Winterreifen, nachdem sie getestet wurden, eine zuverlässige Kennzeichnung bekommen“, so ÖAMTC-Reifenexperte Friedrich Eppel gegenüber der Zeitung. Unterdessen stellen Experten des zweitgrößten österreichischen Verkehrsclubs Arbö den Sinn einer entsprechenden Winterausrüstungspflicht für Pkw für die Alpenrepublik in Zweifel. Laut einer vor kurzem veröffentlichten Arbö-Umfrage seien im Winter ohnehin 93 Prozent der Österreicher mit Winterreifen unterwegs.

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