Zwei Großaufträge für Schrader-Reifendruckkontrollsysteme

Nachdem der international erfolgreiche Anbieter von Reifendruckkontrollsystemen Schrader Electronics erst vor wenigen Tagen einen Großauftrag von Mitsubishi (Nordamerika) zur Belieferung (einschließlich der neuen „Snap-in-Ventil-Sensoren“ des Unternehmens) erhalten hatte, sorgt jetzt ein Auftrag des indischen Unternehmens Mahindra & Mahindra für Aufmerksamkeit, wird doch dadurch dokumentiert, dass auch in Ländern der dritten Welt längst Technologien nachgefragt werden, die weltweit führend sind.

Der Mitsubishi-Auftrag wurde für Fahrzeuge erteilt, die im US-Werk Normal (Illinois) hergestellt werden und für den nordamerikanischen Markt bestimmt sind. Als Lieferzeitraum wird April 2008 bis einschließlich 2011 genannt. Geschäftsführer Stephen McClelland zeigte sich stolz auf über die Erteilung des Auftrages, die eine Bestätigung ist angesichts der langen Liste an Kunden von Schrader-Reifendruckkontrollsystemen. Auf der Website nennt Schrader über Mitsubishi hinaus: General Motors (inklusive Saab, Opel und Daewoo), Renault-Nissan (inklusive Infiniti), DaimlerChrysler/Mercedes-Benz sowie Chrysler, Fiat (inklusive Alfa Romeo und Lancia), BMW, Ford (inklusive Volvo), Suzuki und Peugeot/Citroen.

Mahindra & Mahindra ist einer der größten Fahrzeughersteller Indiens und Marktführer bei schweren und kleinen Nutzfahrzeugen, stellt aber auch die für das Land typischen dreirädrigen Fahrzeuge her. Die bei Schrader georderten Reifendruckkontrollsysteme schließen ebenfalls die vom Unternehmen patentierten „Snap-in-Ventil-Sensoren“ ein und sind für Fahrzeuge bestimmt, die Mahindra & Mahindra nach Nordamerika exportieren will. Der vereinbarte Belieferungszeitraum reicht von Januar 2009 bis Ende 2011 und wird dazu führen, dass Schrader in Carrickfergus bereits kurzfristig eine siebte Fertigungslinie in Betrieb nehmen wird.

Schrader Electronics ist eine Sparte des börsennotierten diversifizierten britischen Konzerns Tomkins plc (London, Umsatz), der im letzten Jahr gut 4,5 Milliarden Euro Umsatz verzeichnen konnte. 3,1 Milliarden Euro entfielen dabei auf die größte Sparte „Industrial & Automotive“, zu der wiederum Schrader Electronics gehört. Schrader Electronics wurde 1988 gegründet und bereits zwei Jahre später Teil des damaligen internationalen Zulieferers Arvin Industries (mittlerweile in ArvinMeritor aufgegangen) und nahm die Entwicklung von Reifendruckkontrollsystem auf. Heute beschäftigt die Sparte, die im Jahre 1998 von Tomkins akquiriert worden ist, mehr als 800 Mitarbeiter am Stammsitz im nordirischen Antrim sowie im unweit gelegenen und erst im letzten Jahr in Betrieb gegangenen Werk Carrickfergus.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

An Diskussionen teilnehmen
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.