Yokohama auf der IAA 2007 mit drei „Säulen“

The Yokohama Rubber Co., Ltd., hat sich auf dem IAA-Messestand auf die drei „Säulen“ Ersatzgeschäft, Erstausrüstung und Motorsport gestützt, wobei für jedes dieser drei Segmente ein Beispiel ausgestellt wurde: So war die M-Klasse von Brabus mit dem aktuellen Winterpneu W.drive bereift, der Audi S8 mit dem Advan Sport und Fahrzeuge aus der International Formula Master (IFM) mit dem Advan A005. Und aus dem fernen Japan war Konzernprominenz mit dem Präsidenten Tadanobu Nagumo eingeschwebt, galt es doch mit Brabus-Chef Bodo Buschmann eine Verlängerung der bislang so erfolgreichen technologischen Kooperation zu besiegeln.

Man sei nur Gast auf dem Messestand der Europa-Organisation, so sich im Understatement übend der Vizepräsident der Deutschland-Organisation Christian Stein, der aber gleich seinen neuen Präsidenten Shinichi Takimoto hinzubat. Der löste erst in diesem Sommer Takayuki Hamaya ab, der jetzt in der Konzernzentrale im fernen Tokio auf der Karriereleiter ein ganzes Stück nach oben kletterte und zum Generalsekretär berufen worden ist. Nachfolger Takimoto sorgt für Kontinuität, hat er doch in der Düsseldorfer Europa-Zentrale ebenso bereits gewirkt wie etwa zwei Jahre in Hannover als verantwortlicher Manager für eine Kooperation, die sein Unternehmen mit Continental pflegt.

Dass die deutsche Vertriebsdependance doch mehr in die Messegestaltung involviert gewesen sein muss, belegt nicht nur die werbliche Präsenz von Yokohama auf allen Verbindungswegen zwischen den Messehallen. Denn der Messestand selber stand durchaus – zum Trotz des „3-Säulen-Konzeptes“ – im Zeichen des W.drive. Und für diesen ganz aktuellen Winterreifen ist Deutschland nun mal der wichtigste Absatzmarkt.

Dass Yokohama (wie auf der IAA 2005) in der Tuner-Halle ebenfalls richtig aufgehoben ist, beweist als weitere Innovation der „Parada Spec-X“ für SUVs und Automobile mit besonders großen Rädern: Das Größenspektrum reicht von 20 bis 24 Zoll, wobei sämtliche Versionen den Speedindex V tragen und (fast alle) das Zusatzkürzel „RF“ für die Verstärkung „reinforced“. Der Blick auf das Profil und die gleichzeitige Feststellung, dass der Reifen auf der Seitenwand durch die M+S-Kennung als Winterreifen ausgewiesen ist, verrät, dass dieser Reifen vermutlich eher in Nordamerika seine Bestimmung finden wird, auch wenn es bei Yokohama heißt, der „Parada Spec-X“ komme nach Europa. Chevy Silverado, Dodge Ram 1500 oder Ford F-150 sind Fahrzeugtypen, für die dieser Reifen gemacht ist.

Zwar ist die Produktfamilie „Advan“ gewissermaßen die „tragende Säule“ im Yokohama-Programm und auch auf dem Messestand allgegenwärtig, aber gerade der Reifenhersteller aus dem Lande des Kyoto-Protokolls hat sich dem Thema Umwelt – das die IAA in diesem Jahr überstrahlte – in besonderem Maße verschrieben: beispielsweise durch konsequente Abfallvermeidung in den eigenen Werken, aber auch durch ein Engagement in einer Rennserie, die den Namen „Electric Vehicle Formula Project“ trägt. Damit schafft Yokohama den Spagat zwischen vermeintlich auseinanderdriftenden Themen wie der Bekämpfung des Klimakillers Kohlendioxid und dem Bekenntnis zum Motorsport. Yokohama ist ein Unternehmen mit vielen Facetten.

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