Auch VATZ in Brüssel vorstellig

Nicht nur der seit Jahren etablierte Tuningverband VDAT, auch der zweite deutsche Tuningverband VATZ hat in Brüssel Lobbyarbeit geleistet und gemeinsam mit der europäischen Tuningorganisation ETO (European Tuning Organisation) ihre Forderungen zum Schutz der mittelständischen Tuningindustrie vorgetragen. Am 30. und 31. Januar führten Andrea Pinkerton (General Secretary der ETO) und Linda Spencer (Vorstand der ETO) sowie weitere ETO-Exekutive Gespräche in Bezug auf Artikel 31 mit Vertretern der im europäischen Parlament vertretenen Fraktionen.

Im neuesten vom britischen EU-Parlamentariert Malcolm Harbour überarbeiteten Entwurf des Artikels 31 wurden Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz vor Überregulierungen zum Nachteil von kleinen und mittelständischen Firmen und eine Ausnahmeregelung für Teile im Bereich Motorsport eingearbeitet. Dieser jetzt neu vorgelegte Entwurf findet die volle Unterstützung der ETO. Harbour hatte in Birmingham auch an einem von der ETO mitveranstalteten Luncheon teilgenommen. Der Schutz von kleinen und mittelständischen Tuningunternehmen und der Schutz vor einer Überregulierung des Tuningmarktes sind zwei Hauptforderungen der ETO.

Die Roadshow begann am 30. Januar mit einem Meeting mit der Repräsentantin der Grünen Fraktion, Heide Rühle. „Heide Rühle hat in einer sehr angenehmen Gesprächsatmosphäre deutlich gemacht, dass die Forderung der ETO nach einer transparenteren Gestaltung des Artikels 31 unter Einbeziehung der Industrievertretungen auf offene Ohren gestoßen ist”, so Andrea Pinkerton. Am Vormittag des 31. Januars trafen dann weitere ETO-Vertreter in Brüssel ein: Schatzmeister Peter van Mol (Belgien), Vice-President Konstantinos Papantriantafyllou (Griechenland) und Vertreter des ETO-Mitgliedsverbandes Fi2a aus Frankreich.

Am Mittag fand dann eine durch Dr. Jorgo Chatzimarkakis einberufene Lunch-Debatte mit einigen Abgeordneten sowie Vertretern des technischen Dienstes statt. Der Europaabgeordnete der FDP-Fraktion Dr. Jorgo Chatzimarkakis hieß die anwesenden Journalisten und Teilnehmer sowie politischen Vertreter im Namen der Tuningindustrie herzlich willkommen und führte durch die angenehme Gesprächsrunde, teilt der VATZ in einer Pressemitteilung mit. Malcolm Harbour, Berichterstatter im Bezug auf Artikel 31, und Dr. Schulte Braucks von der EU-Kommission gaben einen aktuellen Überblick.

Peter van Mol stellte als Sprecher die ETO, die internationalen Ziele und Position des Tuning-Dachverbandes vor. „Die ETO versteht sich als die Vertretung der jeweils nationalen Tuningverbände und vertritt heute über 11.000 Unternehmen”, so Peter van Mol. Vice-President Konstantinos Papantriantafyllou machte noch einmal deutlich, dass der neueste, von Malcolm Harbour in enger Zusammenarbeit mit der ETO erarbeitete Entwurf des Artikels 31 die volle Unterstützung der ETO findet.

Am Nachmittag folgten dann ein Gespräch mit Pieter van Aartsen, Assistent des niederländischen Abgeordneten Toine Manders von der Fraktion der Liberalen, und ein Meeting mit Gary Titley, dem englischen Vertreter der Sozialisten, sowie mit dem spanischen Abgeordneten Manuel Medina. „Wir haben die Position der ETO deutlich machen können, auch die kleinen und mittelständischen Tuningunternehmen zu berücksichtigen und die Vielfalt des Marktes zu erhalten. Die Freiheit des einzelnen Autofahrers, sein Fahrzeug zu individualisieren, darf nicht der Regulierung zum Opfer fallen. Wir fordern freie und liberale Märkte mit klaren, europaweit gültigen Regelungen”, so Linda Spencer, Vorstand der ETO.

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