Bevorzugt Renault den Konstrukteurstitel?

Fernando Alonso ist überzeugt, dass das Team lieber den Konstrukteurstitel gewinnen würde als ihn zum Weltmeister zu machen, heißt es bei Adrivo.com. Fernando Alonso hätte in Shanghai siegen können und seinen Vorsprung zu Michael Schumacher ausbauen können. Der entscheidende Fehler passierte bei seinem ersten Boxenstopp. Dass seine neuen Intermediate-Reifen, die er aufziehen ließ, so viel Zeit kosten würden, hätte er nie gedacht. „Ich dachte, ich verliere vielleicht in der ersten Runde etwas Zeit“, sagte Alonso. „Außerdem hatte ich 20 Sekunden Vorsprung. Wer hätte gedacht, dass ich die so schnell verliere?“ Als er dann Fisichella und Schumacher hinter sich hatte und Fisichella plötzlich an ihm vorbei ging, war Alonso klar, dass das Rennen ruiniert war. „Die waren doch sofort jene zehn Sekunden von mir weg, die das Rennen entschieden haben. Der Boxenstopp am Ende hat nicht mehr die Bedeutung gehabt“, sagte Alonso sauer. „Ich glaube nicht, dass Massa in einer ähnlichen Situation an Schumacher vorbei gefahren wäre.“

Zwar ist Alonso gegen Ende des Rennens Schumacher noch nah gekommen, doch laut dem Spanier hatte er keine reelle Chance mehr, so Adrivo.com weiter. „Ich habe auch schon den Motor geschont, aber ich bin sicher, Ferrari hat das auch getan“, sagte er. „Ich hatte in diesen sehr kalten Temperaturen vielleicht auch noch einen Vorteil durch meine Reifen in dem Moment. Also habe ich versucht, Zeit gut zu machen, falls Michael einen Fehler macht.“ Alonso sagt, dass seine Moral in Ordnung sei, „auch wenn ich gegen so viele Faktoren kämpfen muss.“ Damit meint er vor allem, dass nach seiner Meinung das Team den Konstrukteurstitel zugunsten des Fahrertitels favorisiere. „Daran gibt es keinen Zweifel“, meinte Alonso. „Sie wollten heute den zweiten und dritten Platz, die 14 Punkte für die WM, und sonst nichts.“

Auf die Frage, ob so etwas denn nicht böses Blut innerhalb des Teams verursache, sagte er laut Adriv.com: „Es sind auch die, die sehr happy sind, wenn ich die Nummer eins nicht zu einem anderen Team mitnehme.“ Das zeigt, wie schwer es ist, wenn das Team sich gerade von Alonso trennt, aber gleichzeitig mit ihm um den WM-Titel fährt. Besonders in dieser Nerven zehrenden Phase bringe dies die kleinen Risse deutlich ins Tageslicht.

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