Vipal fasst europäische Märkte ins Auge

„Wir haben das Ziel zu wachsen und unsere Aktivitäten am europäischen Markt im Jahr 2006 zu verstärken. Darum ist die Teilnahme an dieser Messe von besonderer Wichtigkeit, um die Beziehungen zu Aufbereitungsbetrieben, Händlern, Kraftfahrern und Speditionen zu stärken. Unsere wettbewerbsfähigen Preise und die logische Anwendung machen uns in Europa wettbewerbsfähig. Allerdings unterscheiden wir uns auch durch die Qualität und Vielfalt unserer Produktlinie.“ – Vizepräsident Joáo Carlos Paludo hat für sein Unternehmen Borrachas Vipal klare Zielsetzungen und es hat den Anschein, dass der brasilianische Runderneuerungs- und Reparaturspezialist jetzt zum großen Sprung über den Atlantik ansetzt.

Vipal ist seit rund zehn Jahren auf dem europäischen Markt aktiv. Doch erst in diesem Jahr hat das Unternehmen mit Sitz in Sáo Paulo in Europa wirklich Fuß gefasst. Wie Vizepräsident Joáo Carlos Paludo erläutert, habe man erst im Frühjahr zwei Vertriebszentren in Europa eingerichtet, aus denen dann die Aufträge aus Europa bedient werden. Eines dieser Zentren liegt in Spanien, das zweite in Slowenien und richtet sich hauptsächlich an die wachstumsträchtigen Märkte in Osteuropa, so Paludo. Daneben betreibt der Hersteller von Runderneuerungsmaterialien, Laufstreifen und Reparaturmaterialien neuerdings auch ein eigenes Verkaufsbüro in Valenzia (Spanien) und hat weitere Außendienstmitarbeiter in der Türkei und Portugal eingestellt. „Durch die beiden Vertriebszentren hat sich unser Geschäft um 80 Prozent gegenüber 2005 gesteigert“, erläutert der Vizepräsident im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG. Durch Produkte, die eigens für den europäischen entwickelt wurden, gedenke man hierzulande weiter Boden gegenüber dem Wettbewerb gutzumachen. „Wir liefern sehr gute Qualität zu einem mittleren Preis.“ Bereits heute habe man wichtige Kunden in Ländern wie Deutschland, Großbritannien, Italien, Bosnien, Serbien, Portugal, Russland, Ukraine und etliche andere. In Großbritannien etwa arbeite man mit zwei Importeuren zusammen.

Trotz aller Erwartungen, die sich mit den europäischen Märkten verbinden, stellt Borrachas Vipal für sich doch fest: Die USA sind und bleiben vorerst der wichtigste Markt. Dort habe man bereits 1992 ein eigenes Lager sowie eine Niederlassung eingerichtet. Erst vor zwei Jahren kam dann ein weiteres Lager in den Vereinigten Staaten hinzu.

Für die Reifenmesse in Essen hatte sich Vipal die Vorstellung eines neuen Laufstreifens ganz oben auf die Agenda geschrieben. Der „VZA B“ werde in Brasilien – wie alle Produkte des Unternehmens – gefertigt uns sei speziell für Super-Single-Reifen als Ersatz für die herkömmliche Zwillingsbereifung gedacht. Der VZA B hat eine Breite von 295 Millimeter; ideal sei er im Einsatz im Regionalverkehr wie auch auf der Langstrecke. Daneben zeigte der südamerikanische Vorreiter der Kaltrunderneuerung noch weitere neue Laufstreifen, die jetzt in Europa vermarktet werden sollen. Hierzulande vermarktet Borrachas Vipal ausschließlich Lkw-Laufstreifen. Man arbeite derzeit zwar bereits an Laufstreifen und Profilblöcke für die Runderneuerung von EM-Reifen. Diese werden in Europa aber erst in naher Zukunft verfügbar sein.

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