Geringere Schadstoffmengen in Reifen angepeilt

Dienstag, 14. März 2006 | 0 Kommentare
 

Das Bundeskabinett hat in seiner Sitzung am 8. März auf Vorschlag von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel neue Einschränkungen für die Verwendung gefährlicher Stoffe beschlossen. So soll unter anderem der zulässige Gehalt polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) in Weichmacherölen und Autoreifen begrenzt werden.

Denn zahlreiche PAKs sollen Krebs erzeugende, das Erbgut verändernde und fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften haben. In einer Ende der 90er-Jahre erstellten Studie des Umweltbundesamtes heißt es, dass hierzulande Boden und Wasser mit sechs bis 18 Tonnen PAK „erheblich belastet“ seien. Der Eintrag von Reifenabrieb in die Umwelt wird in der Studie mit jährlich 65.

000 Tonnen in Deutschland beziffert und als „sehr hoch“ eingestuft. Dieser Eintrag könne dadurch minimiert werden, dass bei der Reifenherstellung PAK-arme Öle eingesetzt werden. Mit der von dem Kabinett auf den Weg gebrachten „Zehnten Verordnung zur Änderung chemikalienrechtlicher Verordnungen“, welcher der Bundesrat noch zustimmen muss, soll nun genau dies bewirkt werden.

Das Bundesumweltministerium hat sich auf EU-Ebene maßgeblich für diese Regelungen eingesetzt, die vornehmlich auf deutsche und schwedische Initiativen zurückgehen. Wer an näheren Details interessiert ist, kann sich den Entwurf der „Zehnten Verordnung zur Änderung chemikalienrechtlicher Verordnungen“ von den Internetseiten des Umweltbundesamtes herunterladen..

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Kategorie: Allgemein

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