Kleine Autohändler leiden stark unter GVO

Seit Einführung der Kfz-GVO von 2002 sind zehntausende kleiner und mittlerer Händler in Europa vom Markt verschwunden. Das ist eines der Ergebnisse einer Bilanz zur aktuellen Situation im Neuwagen- und Servicesektor, die der Verband des Europäischen Kraftfahrzeuggewerbes (Cecra) kürzlich gezogen hat. Konstatiert wurde, schreibt der Kfz-Betrieb, dass die meisten Automobilhersteller seitdem ihre Vertriebsorganisation umstrukturiert und neue Standards eingeführt haben. Dadurch sowie durch die konjunkturelle Entwicklung sei die Zahl der Kfz-Betriebe in den 15 EU-Staaten seit dem Jahr 2000 von 54.435 um 21,5 Prozent auf 42.768 im Jahr 2004 zurückgegangen. In derselben Zeit bewirkte der generelle Rückgang des Ertragsniveaus, dass die Händlermargen nicht mehr in Relation zu den geforderten Standards und Verkaufszielen standen, heißt es weiter in dem Medium.

Die im Zusammenhang mit der Überproduktion stehende Überschätzung der erreichbaren Verkaufsziele führten dazu, dass Verkaufs- und Administrationskosten der Händler durch die Margen nicht mehr gedeckt seien, so Kfz-Betrieb weiter. Mit Genugtuung habe Cecra vermerkt, dass exzessive Standards und unnötige Vorgaben durch einige Hersteller angepasst und mit den Repräsentanten der Händler diskutiert wurden. Solche Initiativen sollten schnell von allen Herstellern in die Tat umgesetzt werden. Die Cecra-Händler seien überzeugt, dass eine neue Definition der Hersteller-Händler-Beziehungen eine wichtige Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Kfz-GVO und ihrer Erneuerung oder Verbesserung im Jahr 2010 ist. Cecra habe eine Aushöhlung des Vertriebskanals Vertragshandel erkannt, dessen Marktanteil signifikant gesunken sei und nach Untersuchungen des Verbandes bereits unter 70 Prozent liegt.

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