Runderneuerer Vulkoplast meldet Bankrott an

Bei der österreichischen Vulkoplast GmbH wackeln 39 Arbeitsplätze. Am Mittwoch wurde über das Runderneuerungswerk für Lkw-Reifen in Hallein südlich von Salzburg der Konkurs eröffnet. Gesellschafter der Firma sind dreizehn Reifenhändler, darunter die Firmen Antosch und Sigwald, heißt es dazu beim Wirtschaftsblatt. Laut Kreditschutzverband (KSV; in Deutschland Schufa) ist die Firma mit 4,17 Millionen Euro verschuldet, davon entfallen 1,34 Millionen Euro auf Banken und eine Million Euro auf verbundene Unternehmen (900.000 Euro Gesellschafterdarlehen). Das Unternehmen Vulkoplast ist spezialisiert auf die Runderneuerung von Lkw-, EM-, Industrie- und AS Reifen.

Die Aktiva (2,92 Millionen Euro) sind mit Pfandrechten belastet. Laut Klaus Zuckerstätter vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) beträgt das freie Vermögen nur 200.000 Euro. „Die Geschäfte sind von Anfang an nicht so gelaufen, wie es sich die Gesellschafter vorgestellt haben“, sagt Elisabeth Eppich vom KSV laut Wirtschaftsblatt. Die Zukunft von Vulkoplast sei ungewiss. „Trotz Umsatzverdoppelung und der Steigerung der Abgabepreise um 25 bis 35 Prozent war das Unternehmen nicht in der Lage, kostendeckend zu arbeiten“, sagt Albin Neumann, der im April 2005 die Vulkoplast-Geschäftsführung übernahm. Ursache für die monatlichen Verluste von rund 100.000 Euro seien laut Neumann die hohen Fixkosten, vor allem für Miete, Energie und Kredite. Mitte 2004 verkaufte die „Vulkoplast Reifenhandels GmbH CO KG“ um den Reifenhändler Walter Antosch das Werk an die neu gegründete Vulkoplast GmbH. Vom Kaufpreis (2,85 Mio. Euro) wurden laut KSV zwei Millionen Euro sofort bezahlt, der Rest sollte in Raten folgen. Die Antosch GmbH & Co KG übernahm 9,09 Prozent an der neuen Firma, eine weitere Gesellschaft um Antosch soll der Vermieter der Betriebsliegenschaft sein. Bis Redaktionsschluss konnte Antosch für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.

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