Bleibt Hersteller Gajah Tunggal in „Privatbesitz”?

Der Garibaldi Venture Fund Ltd. mit Sitz in Singapur wurde nun von Denham Pte Ltd (ebenfalls Singapur) als größter Einzelaktionär des indonesischen Reifenherstellers PT Gajah Tunggal abgelöst. Wie die indonesische Wirtschaftszeitung Bisnis Indonesia meldete, habe der Garibaldi Venture Fund 22,47 Prozent seiner Anteile zu einem nicht veröffentlichten Preis verkauft, behält aber 21,11 Prozent der Anteile des öffentlich gehandelten Reifenherstellers in seinem Besitz. Berichten aus Südostasien zufolge sei es unklar, welcher Singapurer Investor sich hinter Denham verberge.

Als Gajah Tunggal im Dezember 2004 durch die Indonesian Bank Restructuring Agency verkauft wurde, übernahm der Garibaldi Venture Fund zunächst die Mehrheit der Anteile. Wie es heißt, hatte damit der ursprüngliche Eigentümer Sjamsul Nursalim, der Gajah Tunggal zur Schuldentilgung ($2,8 Mrd.) dem indonesischen Staat übertragen musste, über Garibaldi – eines der Unternehmen des Nursalim-Geschäftsimperiums – die Mehrheit am Reifenhersteller zurückerlangt. Obwohl die Besitzverhältnisse durch umfangreiche Überkreuzbeteiligungen zahlloser Investmentgesellschaften nicht deutlich zu identifizieren sind, gehe man in der indonesischen Geschäftswelt laut der Zeitung Indonesia Today davon aus, dass Sjamsul Nursalim gemeinsam mit seiner Frau sowie Tochter und Schwiegersohn immer noch die Kontrolle über PT Gajah Tunggal ausübe.

Weitere Großaktionäre neben Garibaldi und Denham sind heute: Michelin (10 %), Global Union Fiber Investment Ltd. (11 %). Wie es heißt, plane Gajah Tunggal derzeit die Errichtung zweier weiterer Fabriken für Pkw- sowie Motorradreifen; investiert werde 100 Millionen US-Dollar bzw. 70 Millionen Dollar.

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