Beru gibt Gewinnwarnung heraus und senkt Umsatzerwartungen

Aufgrund der unter Vorjahresniveau liegenden Abrufe bei Reifendruckkontrollsystemen und eines ungewöhnlich warmen Winterquartals, das zu einer schwächer als geplanten Absatzentwicklung im Ersatzteilgeschäft im dritten Quartal führte, und vorübergehend bei einigen Herstellern niedriger als erwartet ausgefallenen Abrufen im Dieselbereich erwartet der Beru-Vorstand, dass das ursprüngliche Jahresziel, den Konzernumsatz um mehr als 13% und das operative Ergebnis analog zu steigern, leicht unterschritten werden könnte. Einige Analysten halten es allerdings für möglich, dass die jetzt publizierte Umsatz- und Gewinnwarnung Aktionäre bewegen soll, noch schnell Aktien am Unternehmen an den neuen Mehrheitsgesellschafter BorgWarner zu verkaufen, der 67,50 Euro pro Anteil geboten hatte.

In Zukunft rechnet Beru mit wieder steigenden Umsätzen in der Reifendruckkontrolle: Der unlängst von einem europäischen Hersteller erhaltene Großauftrag in der Reifendruckkontrolle mit einem Gesamtvolumen von 80 bis 100 Millionen Euro über drei Jahre wird im nächsten Geschäftsjahr anlaufen und soll dann im ersten Jahr 15 bis 20 Millionen Euro zum Konzernumsatz beitragen.

Der Ergebnisbeitrag der Akquisition der französischen Tochtergesellschaft Eyquem liegt bislang noch unter den Erwartungen. Der Aufbau der neuen hochmodernen Fertigungsanlagen und -prozesse bei der französischen Tochter Eyquem und die umgesetzten Strukturierungen bei Eyquem sollen hier zu einer Verbesserung beitragen.

Der Konzernumsatz soll im laufenden Geschäftsjahr um mindestens 10% steigen, das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) vor einmaligen Aufwendungen für Veränderungen im Vorstand und für die angefallenen Beratungsleistungen in Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot von BorgWarner in Höhe von knapp fünf Millionen Euro soll mindestens 56 Millionen Euro erreichen. Im Vorjahr hatte Beru ein EBIT von 53,4 Millionen Euro erzielt.

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