Michelin beendet Rallye-WM-Saison mit Dreifach-Erfolg

Mit einer fehlerfreien Fahrt sicherte sich Citroën- und Michelin-Pilot Sébastien Loeb bei der Rallye Australien seinen sechsten Saisonsieg. Der Elsässer behielt in einer von zahlreichen Ausfällen geprägten Veranstaltung einen kühlen Kopf und fuhr einem letztendlich ungefährdeten Erfolg entgegen. Mit Peugeot-Fahrer Harri Rovanperä und Ford-Ass François Duval auf den Plätzen zwei und drei befand sich das Siegerpodest in Perth fest in der Hand von Michelin – zum achten Mal in dieser Saison. Loeb als Fahrer und Citroën als Team standen bereits vor dem Saisonabschluss in Australien als neue Weltmeister fest.

Trotz seines Sieges bei der Rallye Australien zeigte sich Sébastien Loeb leicht enttäuscht: „Ich hätte mir etwas mehr Spannung gewünscht“, bekannte der Citroën-Fahrer nach seinem sechsten Saisonerfolg, mit dem er die aus dem Jahr 1992 stammende Bestmarke von Didier Auriol einstellte. „Im Endeffekt musste ich mit Beginn der zweiten Etappe nur darauf achten, mein Auto auf der Strecke zu halten. Schade, dass Marcus Grönholm am Samstagmorgen ausschied. Es war ein schöner Kampf mit ihm.“ Tatsächlich begeisterte die Auseinandersetzung zwischen Loeb und dem finnischen Peugeot-Piloten die Zuschauer während der ersten Etappe.

Der zweite Rang in der WM-Gesamtwertung ging an den Titelverteidiger und Pirelli-Piloten Petter Solberg, obwohl der sich nach einem Fahrfehler in der vierten WP mit seinem Subaru Impreza WRC ebenfalls vorzeitig von der Rallye Australien verabschiedet hatte. Der Norweger zerstörte sich auf der vierten von 25 Wertungsprüfungen bei einem Ausritt die vordere Aufhängung. Nach dem neuen „SupeRally“-System durfte der 29 Jahre alte Subaru-Werkspilot allerdings erneut starten, jedoch außerhalb der Wertung. Dabei bewies Solberg die Leistungsfähigkeit seines Impreza und der Pirelli P Zero-Reifen mit einer eindrucksvollen Serie von Bestzeiten: Elf Wertungsprüfungs-Siege erzielte der Norweger mit Copilot Phil Mills. „Wir hätten hier die Chance auf Platz eins gehabt“, urteilte der fünffache Saisonsieger. „Hinter uns liegt ein gutes Jahr mit fantastischen Ergebnissen, aber wir hätten noch mehr Rallyes gewinnen müssen. Dank Pirelli hatten wir während der gesamten Saison auf Schotter das beste Paket, und das ist ein gutes Gefühl.“

In die Wertung kam in Australien allerdings Solbergs Markenkollege und Werkspilot Mikko Hirvonen: Der erst 24 Jahre alte Nachwuchspilot belegte bei der Schotter-Rallye in den Antipoden im Subaru Impreza WRC den vierten Gesamtrang. Damit egalisierte der Finne zusammen mit Copilot Jarmo Lehtinen seine bisherige Saisonbestleistung, die er beim achten WM-Lauf im Juli in Argentinien erzielt hatte. „Ich habe viel gelernt – nicht nur in Australien“, resümierte Hirvonen. „Meine Saison war nicht immer einfach, aber ich war stets beeindruckt von den Möglichkeiten der P Zero-Baureihe unseres Reifenpartners Pirelli.“

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