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Michelins Lohnkosten in USA zu hoch

Im Rahmen der Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft USWA in den USA versucht Michelin vornehmlich seine Lohnkosten zu senken. In den von den Verhandlungen betroffenen Fabriken lägen diese Kosten bei etwa 70.000 US-Dollar pro Mitarbeiter – auf die gesamte Belegschaft gerechnet sind dies etwa ein Drittel des Umsatzes, wie die Deutsche Bank vorrechnet. Zum Vergleich dazu: In Westeuropa liegen die Lohnkosten je Mitarbeiter bei etwa 47.000 US-Dollar (38.000 Euro), in Tschechien bei 18.500 und in Rumänien bei 6.300 Dollar. Dies zeige, so die Deutsche Bank, warum Michelin stark daran interessiert sei, in den vier betroffenen Werken (eins davon in Kanada) die Lohnkosten zu senken. Die Analysten sehen sogar die Gefahr, dass sich Michelin, falls es mit der USWA zu keinem Ergebnis kommen solle, eine „radikalere Entscheidung“ treffen könnte, und zwar die Produktionsverlagerung in Billiglohnländer. Unterdessen gab die Gewerkschaft bekannt, man wolle trotz einer ohne Ergebnis verstrichenen Frist „für eine kurze Zeit“ weiter verhandeln, solange Fortschritte gemacht werden.

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