Delphi gibt Zahlen des zweiten Quartals bekannt

Die Delphi Corporation hat die Unternehmenskennzahlen für das zweite Quartal 2004 vorgelegt. Demnach ist der Umsatz des Automobilzulieferers gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um sechs Prozent auf 7,5 Milliarden US-Dollar gestiegen. Verantwortlich dafür werden vor allem gute Geschäfte mit Kunden außerhalb der ehemaligen Konzernmutter General Motors gemacht. In diesem Bereich wuchs der Umsatz den Angaben zufolge um 23 Prozent. Beim Nettoergebnis nach GAAP legte Delphi ebenfalls zu und erreicht nun 131 Millionen US-Dollar – der Vergleichswert liegt hier bei 88 Millionen US-Dollar. Die Gründe für den Anstieg sieht das Unternehmen einerseits in dem Umsatzwachstum, andererseits aber auch in „wiederum verbesserten Kostenstrukturen“, wie es heißt. „Die konsequente Erweiterung unseres Kundenportfolios hat unsere Umsätze mit Nicht-GM-Kunden auf ein neues Rekordhoch von 45 Prozent der Quartalsumsätze geführt. Besonders der zunehmende Absatz von Hightechprodukten, die globale Expansion und das Wachstum in neue Märkte mit ähnlichen technologischen Anforderungen, wie die Unterhaltungselektronik, haben zu diesem Wachstum beigetragen“, erklärte J.T. Battenberg III., Chairman, Präsident und Chief Executive Officer der Delphi Corporation.

Über die üblichen saisonalen Faktoren hinaus erwartet Delphi im dritten Quartal eine Verringerung der Automobilproduktion in Nordamerika. Alan S. Dawes, Executive Vice President und Chief Financial Officer bei Delphi, prognostiziert daher den Umsatz für das dritte Quartal zwischen 6,4 Milliarden und 6,8 Milliarden US-Dollar. „Auf diesem niedrigeren Umsatzniveau erwarten wir einen GAAP-Verlust zwischen zehn und 40 Millionen US-Dollar“, sagte er. „Ohne Berücksichtigung der Restrukturierungsaufwendungen von bis zu 20 Millionen US-Dollar nach Steuern erwarten wir ein Pro-Forma-Nettoergebnis zwischen 20 Millionen US-Dollar Verlust und einem positiven Ergebnis von zehn Millionen US-Dollar. In beiden Erwartungshorizonten ist berücksichtigt, dass wir für das Jahr einen Steuersatz von 15 bis 21 Prozent erwarten, statt der bisher prognostizierten 20 bis 23 Prozent.“ Alles in allem liege man im Plan für das Kalenderjahr, der einen Operating Cash-Flow von 1,4 Milliarden US-Dollar und ein Pro-Forma-Nettoergebnis von 400 bis 500 Millionen US-Dollar vorsehe.

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