X-Pressure von Pirelli in der zweiten Generation

Pirelli präsentierte auf dem Genfer Automobilsalon die zweite Generation des Reifendruck-Kontrollsystems (RDKS) X-Pressure. Der Reifenhersteller hat das ursprünglich von SmarTire adaptierte System mit dem im eigenen Konzern vorhandenen Know-how wesentlich weiterentwickelt und will diese Version von X-Pressure ab Juni in den Märkten Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Belgien, den Niederlanden und Deutschland vermarkten.

Pirelli weist darauf hin, dass eine wesentliche Neuerung im Gegensatz zur ersten Generation von X-Pressure eben darin besteht, dass jetzt ausschließlich Pirelli-Know-how in die Weiterentwicklung geflossen ist. Dabei konnte nicht nur auf die Expertise der Reifensparte zurückgegriffen werden, sondern auch auf Know-how, das in anderen Konzernsparten vorhanden ist. Pirelli versteht dies als einen Beitrag, das Produkt Reifen in verschiedene Fahrzeugmanagement- und -kontrollsysteme zu integrieren. Reifen sind demnach nicht mehr nur „passive“ Komponenten, sondern Bestandteile intelligenter Systeme.

Bei dieser Generation X-Pressure werden die Sensoren nicht mehr an der Felge, sondern direkt im Inneren des Reifens befestigt (zum Verfahren hat Pirelli zwei Patente). Pirelli sieht die Vorzüge der neuartigen Befestigung vor allem darin, dass sie jetzt schneller erfolgt und das Risiko, die Sensoren bei der Montage/Demontage des Reifens zu beschädigen, nahe null ist. Da der Sensor jetzt wesentlich näher an der Reifenlauffläche dran ist, sollten auch die Informationen, die er liefert (vor allem Temperatur) präziser sein. Eine weitere Besonderheit: X-Pressure wird – wenn der betreffende Reifen abgefahren ist – demontiert und kann auf einem neuen Reifen wieder montiert werden.

Die Sensoren, die laut Pirelli extrem wenig Energie verbrauchen, melden eine Anomalie am Reifen auch schon beim stehenden Fahrzeug, sobald die Zündung betätigt wird. Das System sei sehr zuverlässig und habe eine Lebenserwartung von bis zu sechs Jahren, so Pirelli. Dieses RDKS der zweiten Generation kann auch auf 4×4- sowie auf -Fahrzeugen, bei denen der Luftdruck auf der Hinterachse kontinuierlich beobachtet werden sollte, montiert werden. Selbst für extrem lange Fahrzeuge wie Motorhomes wurde durch einen speziellen „Remoter“ die Funktion gewährleistet.

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