Nissan untermauert Comeback mit Rekordgewinn

Der japanische Renault-Partner Nissan Motor hat im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2002/2003 einen Rekordgewinn erwirtschaft. Auch seiner Schulden entledigte sich der Konzern. Das Unternehmen bestätigte gestern bei seiner Bilanzvorlage die bereits am 23. April vorläufig bekannt gegebenen Zahlen. Danach stieg das operative Ergebnis um 50,7 Prozent auf 737 Mrd. Yen (5,4 Mrd Euro). Das Unternehmen gehört zu 44,4 Prozent zum französischen Renault-Konzern. Ziele erreicht Mit diesem Ergebnis habe Nissan zwei von drei Zielen eines Drei-Jahres-Plans für anhaltendes und profitables Wachstum bereits im ersten Jahr erfüllen können, hieß es am Mittwoch: eine operative Gewinnmarge von acht Prozent zu erzielen und die Schulden, die sich zum Beginn des Geschäftsjahres 1999 noch auf 2,1 Billionen Yen beliefen, zu tilgen. Das dritte Ziel ist ein zusätzlicher Absatz von einer Million Autos weltweit bis Ende 2004/2005. Neben Nissan haben auch andere japanischen Autokonzerne für das abgelaufene Geschäftsjahr Rekordergebnisse vorgelegt. Diese waren vor allem auf Zuwächse auf dem US-Markt, Kostensenkungen und den ansteigenden Euro zurückzuführen. Analysten erwarten jedoch für dieses Jahr schwierigere Marktbedingungen für die japanischen Autohersteller, etwa durch die Dollarschwäche, die Gewinne aufzehren könnte, schreibt Financial Times Deutschland. Gelungenes Comeback ”Nissans Revival ist eine Realität”, hatte Nissan-Chef Carlos Ghosn bereits im April verkündet. Vor drei Jahren noch sei es mit Nissan zunehmend bergab gegangen. “Heute sind wir nicht nur zurück im globalen Rennen, wir sind unter den Schrittmachern.” Der Nettoertrag belief sich auf 495 Mrd. Yen, ein Anstieg von 33 Prozent zum Vorjahr. Der Umsatz stieg um 10,2 Prozent auf 6,8 Billionen Yen. Nissan bekräftigte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr, wonach ein um 11,3 Prozent höherer operativer Ertrag von 820 Mrd. Yen und ein gleich bleibender Nettogewinn von 495 Mrd. Yen erwartet wird. Der konsolidierte Umsatz dürfte sich demnach um 9,1 Prozent auf 7,45 Billionen Yen erhöhen, hieß es.

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