Hohe Qualität gleicht schwachen Euro aus

Der starke Euro macht es den europäischen Autobauern an zwei Fronten gleichzeitig schwer: Einerseits verteuern sich ihre nach Nordamerika und auch Japan exportierten Fahrzeuge für den Käufer, andererseits verbilligen sich die nach Deutschland importierten Modelle amerikanischer oder japanischer Hersteller. Die gegenwärtige Schwäche des Dollars gegenüber dem Euro könnte dazu führen, so schätzen Analysten, dass die Kundenbasis für europäisch ausgerichtete Importeure in den USA künftig begrenzt sein wird. Die Absatzzahlen des ersten Quartals 2003 unterstrichen dies. Gleichzeitig verringere sich der Preisdruck auf die heimischen Autohersteller. Wenn Analysten auch direkte Einflüsse des Wechselkurses zwischen Dollar und Euro oder auch Dollar und Yen auf die in den USA abgesetzten Exportwagen sehen, so haben die exportierenden Autobauer andere Vorteile zu bieten, die den Einfluss von Wechselkursschwankungen wiederum relativieren. Die Analysten nennen etwa die höhere Qualität der Exportfahrzeuge als besonderen Vorteil, der nicht ohne Weiteres durch Währungsabwertungen an Bedeutung verliere. Dennoch wird damit gerechnet, dass durch die 25-prozentige Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar künftig der amerikanische Automarkt stärker vom Wettbewerb geprägt sein werde. Es gebe sogar wachsende Zeichen, dass sich die europäischen und japanischen Autohersteller auf dem amerikanischen Markt langfristig auf Änderungen einstellen müssen. arno.borchers@reifenpresse.de

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