Pirelli-Aktionär Ebner im Zwielicht

Wegen eines versuchten Insiderdelikts hat die Staatsanwaltschaft Zürich gegen den Schweizer Bankier Martin Ebner (57) eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten beantragt. Ebner hatte Pirelli-Aktien in größerem Stil aufgekauft, nachdem er zuvor vom Pirelli-Management über den geplanten Rückkauf von Aktien der SIP (Societe Internationale Pirelli) informiert worden sein soll. Ebner gehört zu den Shareholder-Verfechtern, die inzwischen reihenweise gescheitert sind. Viele von ihm aufgelegte Fonds (“Vision Fonds”) sollen notleidend sein. Durch den Rückgang an nahezu allen Aktienbörsen der Welt gilt Ebner nicht nur als finanziell angeschlagen, sondern schon als ruiniert. Ebner berühmte sich einst damit, für sozial schwache Bevölkerungsschichten noch nie einen Franken gestiftet zu haben. Sein Beitrag zur Weltverbesserung liege in der Schaffung von Shareholder-Value. Nur davon könnten die Außenseiter der Gesellschaften nachhaltig profitieren.

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