16,5 Prozent der Pkw haben Mängel an Stoßdämpfern

16,5 Prozent der Pkw haben Mängel an Stoßdämpfern. Dies geht aus den jetzt veröffentlichen Ergebnissen der Untersuchungen der TÜV Nord Straßenverkehr GmbH an über 5.600 Fahrzeugen hervor. Grundlage war die zweiwöchige Stoßdämpfertest-Aktion im Juni 2002. Im Jahr 2001 lag die Mängelquote noch bei 15,3 Prozent. Alte, beanspruchte Stoßdämpfer können für Insassen eines Fahrzeugs gefährlich werden. Daher empfehlen die Fahrzeug-Fachleute der TÜV Nord Straßenverkehr GmbH am besten regelmäßige Stoßdämpfertests. Je älter Fahrzeuge sind, desto eher verlieren Räder auf unebener Fahrbahn den Kontakt zur Straße – Bremsen und Lenken sind nur noch eingeschränkt möglich. Stoßdämpfer haben in Fahrzeugen die Aufgabe, unerwünschte Bewegungen um die Hoch-, Längs- und Querachse eines Fahrzeugs wirkungsvoll abzubauen. Nach Überfahren von Bodenwellen reduzieren leistungsfähige Stoßdämpfer die auftretenden Schwingungen, sie sorgen so für Fahrkomfort und Sicherheit. “Drei Faktoren sind wichtig, wenn es um die Beurteilung von Stoßdämpfern geht”, sagt Roger Eggers vom TÜV Nord. “Erstens sollen Räder nicht den Bodenkontakt verlieren, wenn es über unebene Fahrbahnen geht, zweitens muss gewährleistet sein, dass auch die Kurvenstabilität erhalten bleibt, und drittens schließlich müssen Brems- und Lenksicherheit gewährleistet sein.” ”Das alles aber funktioniert nicht mehr besonders gut bei alten und stark beanspruchten Stoßdämpfern”, so Eggers weiter. Denn: Stoßdämpfer verschleißen im täglichen Einsatz. Folge: Räder hüpfen auf der Fahrbahn, die Bodenhaftung der Reifen ist vermindert; Konsequenz sind längere Bremswege, schlechter Kurvenstabilität und erhöhter Reifenverschleiß. Für moderne elektronische Komponenten wie ABS und ESP ist die Wirksamkeit der Stoßdämpfer von entscheidender Bedeutung, da die zugehörigen Sensoren exakt geführte Räder benötigen. In Fahrzeugen mit ABS führen defekte Stoßdämpfer auf schlechten Straßen zu erheblich längeren Bremswegen.

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