Giti-Pkw-Reifenvertrieb steht nach Liquidation der TA Tyre Alliance vor Neuausrichtung

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Bereits wenige Monate, nachdem Giti Tire 2017 die Einführung von Pkw-Reifen der Marke Giti in Europa und damit auch in Deutschland angekündigt hatte, überraschten der Hersteller und der kurz zuvor gegründete Handelsverbund TA Tyre Alliance mit der Nachricht zu einer so im Reifenmarkt noch nie praktizierten „strategischen Distributionspartnerschaft“. Die fünf Tyre-Alliance-Großhändler sollten im Rahmen von sogenannten Kommissionsagenturverträgen Reifen für den Hersteller vermarkten und vor allem die dazu notwendige Logistik bestreiten. Seit gut einem Jahr ist bekannt, dass das aktuelle Geschäftsmodell der TA Tyre Alliance offenkundig nicht trägt; die Gesellschaft befindet sich derzeit in Liquidation. Für Giti Tire bedeutet dies eine Neuausrichtung im Vertrieb seiner Marke Giti. Im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG erläutert Ralf Gutena, bei Giti Tire Deutschland Sales Director PCR & TBR DACH, die Pläne des Reifenherstellers.

Ralf Gutena, der vor seinem Wechsel im April zu Giti Tire Deutschland Geschäftsführer der TA Tyre Alliance war und aktuell noch deren Liquidator ist, nennt vor allem die hohe Komplexität der Vereinbarung und damit verbunden die hohen Kosten als Grund dafür, dass die Zusammenarbeit mit dem 2016 auf der Reifen-Messe in Essen gegründeten Handelsverbund nicht den erwünschten Erfolg gebracht habe. Die Giti-Reifen lagerten im Rahmen von sogenannten Kommissionsagenturverträgen bei den fünf Großhändlern der TA Tyre Alliance Burkhardt, Semex, Specht, Straub und Tanski, blieben aber im Eigentum des Herstellers.

Das bedeutete zuallererst, Giti Tire hatte sechs Läger zu beschicken und zu managen, die fünf der Großhandelspartner sowie das eigene Lager, das von IQ Logistik aus Scheuerfeld im Westerwald betrieben wird. Dies sei bereits für sich und die Mitarbeiter in der Giti-Tire-Supply-Chain entsprechend komplex gewesen, betont Ralf Gutena. Zu den überdurchschnittlich hohen Logistikkosten kam dann noch eine „komplexe Rechnungsstellung“ aufgrund der Vertragskonstellation. Dies alles habe einen „sehr hohen manuellen Aufwand“ – also einen hohen Kostenaufwand – in den Abteilungen in der Deutschlandzentrale des Herstellers mit Konzernsitz in Singapur bedeutet. Und da den strategischen Distributionspartnern der TA Tyre Alliance im Rahmen der Kommissionsagenturverträge Margen in nicht unerheblicher Höhe für das Handling der Reifen zugesichert worden seien, so Ralf Gutena weiter, habe das Geschäft aufseiten… […] ab

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