Irre Verfolgungsjagd in Bayern: Nagelattacke führte zu platten Reifen bei der Polizei

Verrückte Welt. Im Landkreis Traunstein wollten Polizisten in der Nacht zu Dienstag einen Audi mit österreichischem Kennzeichen überprüfen. Doch der Fahrer gab Gas und flüchtete Richtung Autobahn. Der ihn verfolgende Streifenwagen wurde durch sogenannte Krähenfüße (vierstachelige Wurfeisen) gestoppt, die aus dem Audi auf die Fahrbahn geworfen wurden und deren Spitzen sich in die Reifen bohrten. Auf der A8 fuhr der Audifahrer teilweise mit 250 km/h in Richtung Österreich. Verfolgt wurde er von mehreren Streifenwagen, die ihn aber nicht stoppen konnten. Immer wieder wurden Krähenfüße aus dem Audi auf die Fahrbahn geworfen.

Das Ende vom Lied: drei Streifenwagen mit platten Reifen. Auch in Österreich konnte die Polizei den Fahrer nicht stoppen. Wie viele Leute im Audi saßen, konnte ebenfalls nicht ermittelt werden, da der Wagen abgedunkelte Scheiben hatte. Das österreichische Kennzeichen war in Linz als gestohlen gemeldet worden. Neben den Polizeifahrzeugen fuhren sich auch etliche andere Autos platte Pneus.

Noch in der Nacht übernahm das Fachkommissariat K10 der Kriminalpolizei Traunstein, zuständig für grenzüberschreitende Kriminalität, die Ermittlungen. So konnte festgestellt werden, dass es in derselben Nacht im nur etwa neun Kilometer entfernten Erlstätt, Landkreis Traunstein, zu einem Einbruch in das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr gekommen war. Hierbei wurde ein hochwertiger Rettungsspreitzer im Wert von etwa 20.000 Euro entwendet. „Bei dem Einbruch gingen die Täter hochprofessionell vor, sodass davon auszugehen ist, dass zwischen der Tat und dem flüchtenden Fahrzeug ein Zusammenhang besteht und die Täter vermutlich zur Verdeckung des Einbruchs die Flucht ergriffen“, heißt es bei der Polizei. cs

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