VDAT: „Finger weg von Leichtmetallrädern ohne Gutachten“

,

„Nur Leichtmetallräder mit qualifizierten Gutachten garantieren gleichbleibende Qualität und problemlose Nutzung im öffentlichen Straßenverkehr“, betont Harald Schmidtke, Geschäftsführer des Verbandes der Automobil Tuner e.V. In einer Mitteilung schreibt der Verband: „Aktuell geht ein Aufschrei durch das weltweite Web sowie die sozialen Medien. Dort ist die Rede von Rädern für Luxusfahrzeuge eines südeuropäischen Anbieters. Die sollen mit gefälschten Gutachten in Verkehr gebracht worden sein und weiteren Berichten zufolge auch sicherheitsrelevante Probleme haben.“ Der Verband der Automobil Tuner e.V. (VDAT) nimmt dazu wie folgt Stellung: „Leichtmetallräder ohne Genehmigung oder qualifizierte Gutachten dürfen nicht im öffentlichen Straßenverkehr benutzt werden!“

Zweifelsfrei handele es sich bei Leichtmetallfelgen um sicherheitsrelevante Bauteile. In Bezug auf den Verkauf bestehe allerdings keine gesetzliche Einschränkung. Es dürften also auch ungeprüfte Räder verkauft – aber eben nicht im öffentlichen Straßenverkehr benutzt werden. Hierfür seien qualifizierte Gutachten oder Genehmigungen die Voraussetzung. Prüfberichte oder Festigkeitsnachweise reichten dabei nicht aus, da es sich bei diesen Papieren nicht um Gutachten im Sinne des Gesetzgebers handelt, heißt es beim Verband. Darum stelle sich die Frage, warum nicht alle Räderanbieter ihre Produkte mit Teilegutachten (TGA), allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE) oder ECE-Genehmigung anbieten und ausliefern? Auf diese Frage, weiß der VDAT auch gleich eine Antwort. „Dafür gibt es im Regelfall nur zwei Gründe“, so Geschäftsführer Harald Schmidtke. „Der eine ist, dass Anbieter die Kosten für qualifizierte Gutachten einsparen möchten, der zweite, möglicherweise häufigere Grund ist, dass die Produktionsstätte nicht zertifiziert ist und die Voraussetzungen, qualifizierte Gutachten oder Genehmigungen zu erlangen, gar nicht erfüllt werden.“ Daher warnt der VDAT: „Finger weg von Leichtmetallrädern ohne Gutachten.“

Räder, die aus einer nicht zertifizierten Produktion stammen, seien mit einem latenten Risiko behaftet. Der Grund: Ein Nachweis über gleichbleibende Qualität in der Produktion könne nicht erbracht werden.  „Das ist auch der Grund dafür, dass amtlich anerkannte Sachverständige angehalten sind, keine Räder anhand von Prüfberichten oder Festigkeitsnachweisen im Einzelgenehmigungsverfahren zu legitimieren“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.

Die Folgen für Fahrzeugbesitzer seien gravierend, wenn ungeprüfte Räder im öffentlichen Straßenverkehr benutzt werden. „Da ist einerseits die dauernde latente Gefahr eines technischen Ausfalls des Rades und andererseits der Sachverhalt, dass bei Nutzung unzulässiger Räder die Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs erlischt. Mit der Folge, dass die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr nicht mehr erlaubt ist“, heißt es weiter. Der Verband der Automobil Tuner weist daher deutlich darauf hin, nur Leichtmetallräder zu kaufen, die über ein Teilegutachten oder eine ABE verfügen oder die nach ECE geprüft sind. cs

2 Kommentare
  1. Markus says:

    Da wären noch osteuropäische und amerikanische Anbieter zu erwähnen, die gerne von Medienstarken Möchte-auch- gern- Tunern mit hoher Youtube Reichweite illegal unters Volk gebracht werden. Der VDAT ist vielleicht eine ganz gute Idee… mehr aber auch nicht. Der Verband unterstützt mit seiner Lobby Arbeit die renommierten Tuner, schützt diese aber in keinster Weise vor den Massen an illegalen Tunern. Da werden neben ungeprüften Felgen auch ohne Scham originale Auspuffanlagen umgebaut, monströse Bodykits montiert und Leistungssteigerungen ohne jede TÜV Eintrag verkauft.
    Die Liste der öffentlich sogar damit auftretenden Unternehmen wird täglich länger und die Liste der Unternehmen, die versucht haben auf legale Art und Weise den Markt zu bedienen, aber mit solchen Preisen nicht mithalten können und Insolvenz anmelden hingegen länger.

    Das KBA ist informiert und bleibt tatenlos. Pressewirksame Auftritte so genannter Poser Kontrollen sorgen für scheinbare Sicherheit und Genugtuung, sind aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

    Die Auto Industrie lacht sich schon ins Fäustchen… denn am Ende wird es wieder einen Schnellschuss seitens der EU geben und dann darf nur noch der Hersteller seine Räder für seine Fahrzeuge freigeben…

    Bravo an alle Hampelmänner und – Frauen in den Regierungsetagen. Ihre Politik geht seit Jahren an der Realität vorbei!

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

An Diskussionen teilnehmen
Hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.