Andreas Sarfert soll das OE-Geschäft von ATG wachsen lassen

Die Alliance Tire Group (ATG) hat sich einen ausgezeichneten Ruf als Hersteller von leistungsstarken Off-Highway-Reifen für den Aftermarket gemacht. Dafür arbeiten 175 ATG-Forschungs- und Entwicklungsingenieure in Europa, Israel und Indien. Seitdem Yokohama ATG übernommen hat, seien weitere 1.000 Forschungs- und Entwicklungsingenieure des japanischen Reifenherstellers mit im Boot. Und das bringe für das OE-Geschäft einiges. Allein auf der Agritechnica seien mehr als 600 Alliance-Reifen auf über 100 Maschinenmarken ausgestellt worden, heißt es bei ATG. Zurzeit arbeite ATG mit mehr als zehn großen Landtechnik-Herstellern in Europa zusammen. Zu den aktuellen Kooperationspartnern gehöre etwa Class und Agco. In Zusammenarbeit mit diesen Herstellern würden beispielsweise Reifen für Anhänger, Streuwagen, Ballenpressen oder Sprühgeräte entwickelt.

Jährlich 150 Reifen entwickelt

„In den vergangenen Jahren hat ATG über 150 Reifen pro Jahr entwickelt. Unser Engineering-Prozess ist schnell und erlaubt uns, ein zuverlässiger Partner für OEMs zu sein, die nach speziellen Produkten suchen – selbst in kleinen Mengen und sogar für Nischenmärkte. Unser effizienter Produktentwicklungsprozess ermöglicht es uns, neue Produkte in durchschnittlich neun Monaten zu entwickeln. Dies ist ein Schlüsselfaktor, um auch große Maschinenhersteller zu bedienen. Als Pioniere bei Flotationsreifen und Marktführer für Sprühgeräte bieten wir führende Lösungen für hocheffiziente und bodenschonende landwirtschaftliche Betriebe“, betont Peter Baur, Präsident ATG Europa. Zudem würde es 15 Feld-Ingenieure geben, die direkt mit den Herstellern zusammenarbeiten würden.

Andreas Sarfert ist seit 27 Jahren im Landtechnikgeschäft

Andreas Sarfert ist der neue Mann für das OEM-Geschäft von der Alliance Tire Europe BV. Als Head of OE Europe (er hat vier OE-Manager unter sich) soll er das Wachstum in diesem Bereich generieren. „Bisher machen wir 15 bis 20 Prozent unseres Geschäftes mit Direktkunden oder über unsere Distributeure.“ Das Ziel für die Zukunft: „Wir wollen im OE-Geschäft doppelt so schnell wachsen, wie wir im Aftermarket wachsen.“ Sarfert hat ein Team mit vier OE-Managern und berichtet direkt an ATG-Europapräsident Peter Baur. Sarfert ist seit 27 Jahren in der Land- und Baumaschinenindustrie tätig, arbeitete nach seinem Maschinenbau- und Landtechnikstudium in München und England beim Zulieferer für die  Landtechnik GKN. Seit dem 1. April 2017 ist der 54-Jährige bei ATG. Das Vorstellungsgespräch fand auf der SIMA statt. Sarfert ist sehr zufrieden mit seinem neuen Unternehmen: „Wir sind eine kleine aber agile Organisation mit flachen Hierarchien, die international zusammenarbeitet.“ Die Kunden aus Europa würden aus Amsterdam bedient, sowohl mit Input als auch mit den Reifen. Durch die Übernahme von Yokohama sei noch mal mehr Qualität dazugekommen. Es zähle das Motto: „First time right.“.  christine.schoenfeld@reifenpresse.de

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