Reifenhaus Caspar Wrede erster deutscher Apollo-Vredestein-Flagship-Store

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Mit seinem im vergangenen Herbst gestarteten europäischen Partnerschaftsprogramm hat sich Apollo Vredestein ehrgeizige Ziele gesetzt: Innerhalb von nur fünf Jahren will man 800 Händler dafür gewinnen. Konnte der indisch-niederländische Reifenhersteller davon bis dato sechs Betriebe außerhalb Deutschlands in das geplante Netz integrieren – dies sind allesamt sogenannte „Flagship-Stores“ in den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, Österreich, Ungarn und Italien –, so hat sich Anfang März mit dem Reifenhaus Caspar Wrede in Münster nun auch hierzulande ein erstes Unternehmen ganz offiziell dem Konzept angeschlossen. Seither präsentiert sich der schon 1928 gegründete und heute von Jochen Wrede geführte Reifenfachhandelsbetrieb mit elf Filialen ebenfalls als sogenannter Apollo-Vredestein-Flagship-Store. Bereits 2009 hatten die Partner den Wrede-Standort in Steinfurt in einen „Designbetrieb“ umgestaltet, wie Jochen Wrede und Apollo-Vredestein-Geschäftsführer Michael Lutz im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG erläuterten.

button_nrz-schriftzug_12px-jpg Dieser Beitrag ist in der April-Ausgabe der NEUE REIFENZEITUNG erschienen, die Abonnenten hier auch als E-Paper lesen können.

„Wir wollten vor allem das Shopdesign umsetzen und einen echten Flagship-Store entwickeln. Der soll für andere Reifenfachbetriebe die Inspiration sein, dies Konzept ganz oder teilweise umzusetzen. Die Idee von Apollo Vredestein hat uns sehr gefallen, den Kunden damit etwas Besonderes zu bieten. Der Flagship-Store ist letztlich ein Konzept, das wir partnerschaftlich entwickelt und umgesetzt haben“, sagte Jochen Wrede anlässlich der Eröffnung in Münster.

Beide Partner – das Reifenhaus Caspar Wrede und auch Apollo Vredestein – pflegen bereits seit Langem enge Beziehungen. 2009 hatten die Partnern den Wrede-Standort in Steinfurt in einen sogenannten „Designbetrieb“ umgestaltet. Mit dem Standort an der Unternehmenszentrale in Münster habe man nun etwas Ähnliches machen wollen, so Jochen Wrede, und zeigte sich anlässlich der feierlichen Neueröffnung des Betriebs Anfang März sehr zufrieden mit dem Resultat der Arbeiten. Jochen Wrede, auch privat an Themen wie Design und Kunst interessiert, unterstrich im Gespräch mit dieser Zeitschrift, dass an jedem seiner elf Standorte besonderer Wert auf die äußere Erscheinung des Betriebes gelegt werde; „ein moderner Auftritt ist mir wichtig.“ Parallel zu den optischen Veränderungen im Betrieb hat Jochen Wrede am Standort in Münster auch umfassend in LED-Beleuchtung und eine neue Isolierung investiert. Auch könne man jetzt einen quasi „voyeuristischen Blick in die Werkstatt“ genießen, die jetzt vom Verkaufs- und Wartebereich nur noch durch eine großflächige Glaswand getrennt ist.

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Gemeinsam wollen die Partner Apollo Vredestein und das Reifenhaus Caspar Wrede „den Markt optimal ausschöpfen“, gleichzeitig bleibt der Reifenfachhändler aber auch unabhängiger Team-Gesellschafter

„Wir wollen echte Geschäftspartner unserer Händler werden. Deshalb bieten wir unseren Partnerbetrieben gleich drei Maßnahmen für den Verkauf an: Geschäftsförderung, Wachstumsstrategie plus ein einzigartiges Design“, erklärte Mathias Heimann, Vorsitzender von Apollo Vredestein B.V., anlässlich der Einweihung des ersten Apollo-Vredestein-Brandstores in Deutschland, der eben als Flagship-Store den Charakter eines Vorzeigebetriebs genießt.

Nachdem nun der erste Brandstore in Deutschland eröffnet ist, spricht das Unternehmen auch über konkrete Ziele für Deutschland und ein landesweites Roll-out des Partnerschaftskonzeptes. Bis Ende März 2017 (dann endet das Geschäftsjahr des Reifenherstellers) sollen in Deutschland bereits 20 Standorte Teil des Programms werden; die Ende vergangenen Jahres übernommenen 37 Reifen.com-Filialen sollen übrigens nicht dessen Teil werden.

Auch wenn die Filiale in Münster jetzt ein Apollo-Vredestein-Brandstore ist, bleibe das Reifenhaus Caspar Wrede weiterhin unabhängiger Team-Partner, versichert Jochen Wrede. Man werde auch weiterhin die Marken im Sortiment führen, die man bisher geführt hat. Dass die Präsentation der Produkte im Betrieb sich aber nicht nur optisch verändert hat, sondern dass auch andere Produkte künftig in den Vordergrund der Präsentation gerückt werden, durften Besucher der Eröffnung Anfang März zur Kenntnis nehmen; zumindest an diesem Tag ließ sich kein Fremdfabrikat im Showroom finden.

Das Reifenhaus Caspar Wrede hat seine Filiale am Stammsitz in Münster jetzt in einen modernen Apollo-Vredestein-Flagship-Store verwandelt

Das Reifenhaus Caspar Wrede hat seine Filiale am Stammsitz in Münster jetzt in einen modernen Apollo-Vredestein-Flagship-Store verwandelt

Dass Apollo Vredestein im Rahmen der Partnerschaft aber natürlich auch gewisse eigene Bedürfnisse befriedigen will, sollte klar sein. Der Reifenhersteller liefert die Ausstattung des Betriebs, die modular konstruiert ist und somit an die individuellen Bedürfnisse eines jeden potenziellen Partners angepasst werden kann. Der Reifenhersteller bietet außerdem Services bzw. Tools wie etwa Geomapping, lokales Onlinemarketing, eine Traffic bringende Partnerwebsite und vor allem auch Schulungen der Mitarbeiter in den Partnerbetrieben. Im Gegenzug verpflichte sich der Händler, betonte Apollo-Vredestein-Geschäftsführer Michael Lutz gegenüber dieser Zeitschrift in Münster, „den Markt optimal auszuschöpfen“. Gemeinsame Wachstumsziele würden dabei wie üblich mit einem gewissen Anreizsystem verknüpft, das auf Marketingunterstützung der Partner im Reifenhandel setzt. Die unterdessen vereinbarte Menge solle bei der Partnerschaft aber nicht die zentrale Rolle spielen.

Der Begriff Showroom passt dabei nicht gerade schlecht, ist der Wrede-Standort in Münster nach dem Umbau doch schon ganz nah dran an den glänzenden und zum Verweilen einladenden Showrooms der großen Autohäuser; der Wartebereich mit seiner schwarzen Ledergarnitur versprüht dabei Loungecharakter, die Espressomaschine ist einsatzbereit. Dies sei natürlich gewollt, so Jochen Wrede weiter. Münster ist eine junge Studentenstadt, jeder fünfte Einwohner studiert an einer der Hochschulen der Stadt; insgesamt sind dies weit über 50.000 Studenten. Auf eine solche Kundschaft wirke ein moderner Betrieb eben überaus anziehend, findet der Reifenhändler. arno.borchers@reifenpresse.de/cm

 

 

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