Reifen1+-Familie wächst und wächst

Auch die diesjährige Reifen1+-Partnertagung im Pullmann Hotel Berlin Schweizerhof war wie ein großes Familientreffen. Bei zwei Veranstaltungen innerhalb von fünf Tagen trafen sich insgesamt 450 Partner, Angehörige und Mitarbeiter des Unternehmens, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und in die Zukunft zu gucken. Zu berichten gab es viel Erfreuliches.

Ins fünfte Jahr des Bestehens ist man mit 612 Reifen1+-Partnern gegangen. „Im Laufe des Jahres 2017 konnten wir 86 neue Partner gewinnen“, so der Verkaufsleiter Pneuhage-Partnersysteme Andreas Burk. Egal ob Basic, Premium oder Premium+-Partner: „Es ist uns eine große Ehre, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, aber zugleich auch Anspor,n das System weiterzuentwickeln, um in sechs Jahren dann das zehnjährige Bestehen feiern zu können“, so Peter Schütterle. Das Unternehmen investiere auch 2018 wieder in seine Leistungsfähigkeit, verspricht der Pneuhage-Inhaber. Die Grundlage dafür biete die Entwicklung der Firmengruppe. „Wir konnten – ohne First Stop wohlgemerkt – den Umsatz 2017 um gut 35 Millionen Euro auf 495 Millionen Euro steigern“, so Schütterle, und er ergänzt schmunzelnd: „Natürlich hätte ich gerne noch fünf Millionen Euro mehr verkündet.“

40.000 Reifen können täglich ausgeliefert werden

Ein wichtiges Ziel im Ausbau der Leistungsfähigkeit sei es, die Partner auch in der Saison innerhalb kurzer Lieferfristen mit den bestellten Reifen, Felgen und Kompletträdern zu versorgen. Dafür sei in den vergangenen zwei Jahren in den Ausbau des Paketversandes in dem Lager für Consumer-Reifen in Speyer investiert worden. Insgesamt seien es über eine Million Euro gewesen. „Dank der beiden Schrumpftunnel und der Reifensortieranlage konnten wir auch zu den absoluten Stoßzeiten wesentlich schneller liefern als im Vorjahr“, so Schütterle. Andreas Burk ergänzt: „Wir haben zehn weitere Mitarbeiter in diesem Bereich eingestellt, und mit der Erweiterung der Sortieranlage und der Anschaffung des zweiten Schrumpftunnels konnten wir den Warenausgang auf über 40.000 Reifen pro Tag erhöhen. In der Spitze waren es sogar einmalig 42.500 Reifen.“

Auch die Komplettradmontage sei erweitert worden. Mittlerweile gäbe es zwölf Montagestraßen. Es würden nicht mehr 2.500 Kompletträder täglich gefertigt, sondern über 3.200 Stück. Andreas Burk: „Alleine in den Monaten Oktober und November 2017 haben wir über 100.000 Kompletträder montiert.“ Vom Bestellvorgang bis zur Übergabe der Ware seien etwa fünf Werktage vergangen. Für ihn sei diese Zahl besonders erwähnenswert: „Mittlerweile wird das hohe saisonale Warenaufkommen zu einem branchenspezifischen Problem. Das Kaufverhalten des Handels hat sich verändert. Es wird immer weniger bevorratet. Die Bestellungen gehen zum größten Teil in Losgrößen von zwei oder vier Reifen ein.“ Die Paketdienste und Speditionen seien aus diversen Gründen zunehmend nicht mehr in der Lage, dieses Aufkommen innerhalb der wünschenswerten 24 bis 48 Stunden zu liefern. „Zudem werden mittlerweile Saisonzuschläge erhoben, die natürlich auch die Abgabepreise beeinflussen“, so Burk.

Lagerkapazität soll auf bis zu 1,6 Millionen Reifen erweitert werden

Ganz nach dem Jahresmotto 2018 „in unsere Leistungsfähigkeit investieren“ soll am Standort Speyer die Lagerkapazität von 35.000 Quadratmetern und 500.000 Reifen auf 1,6 Millionen Consumer-Reifen erweitert werden. Dazu sei ein neues Lager geplant. Im Nutzfahrzeugbereich sei dieser Schritt bereits vollzogen worden. Mit dem Bezug des Lkw-Lagers in Hainichen sei hier eine Lagerkapazität von 60.000 Lkw-Reifen geschaffen worden. Ebenfalls werde schon jetzt nach einem Standort für eine neue Komplettradmontage gesucht, „damit wir auch in Zukunft die geforderten Stückzahlen termingerecht produzieren können“.

Investiert werde auch in die Weiterentwicklung der Homepage, E-Commerce-Pakete, B2C-Shop und Online-Tools wie Terminreservierung, Reifeneinlagerung oder Werbegenerator. Seit Januar gäbe es sechs Onlinetutorials für den Reifen1+-Shop. Kurze Erklärvideos zeigten, wie alles funktioniere, denn gerade neue Partner sollen sich so schnell zurechtfinden. Wer die Chancen im Wiederverkauf besser nutzen will, der konnte sich bei Dominique Perreau und Sarah Sanesi im Workshop über die Möglichkeiten eines eigenen B2B-Shops informieren. Für 49 Euro im Monat können die Reifen1+-Partner diesen Shop benutzen, um zu ihren Preisen und Konditionen etwa an Werkstätten und Tankstellen im näheren Umkreis weiterzuverkaufen.

Nutzfahrzeuggeschäft soll ausgebaut werden

Auch im Bereich Nutzfahrzeuge wolle sich das Unternehmen besser aufstellen, verspricht Burk. „Wir werden in einem Arbeitskreis weitere Tools für den klassischen Nutzfahrzeugvermarkter im Reifen1+-Konzept ausarbeiten.“ Wie 2017 soll ein separates Nutzfahrzeug-Meeting stattfinden. Neu in diesem Jahr werden regionale Stammtische sein. Diese würden im Juni und Juli stattfinden. Burk: „Ziel ist es hierbei, den Austausch von Erfahrungen zu pflegen und über die kommende Wintersaison zu informieren.“ Natürlich sollen auch 2018 neue Partner hinzukommen. Das Ziel seien 50. Es soll aber künftig auch verstärkt darauf geachtet werden, dass die Partnergemeinde auch qualitativ wächst. „Ein rein zahlenmäßiges Wachstum sehen wir nicht als zielführend, gerade was den Netzwerkgedanken und den Auftritt unter dem gemeinsamen Logo sowie das Leistungsangebot der einzelnen Händler angeht. Wo Reifen1+ draufsteht, soll auch Reifenkompetenz drin sein“, so Burk.

Positives Jahr, positives Feedback

Insgesamt blickt das Unternehmen positiv in die Zukunft. Burk: „Unsere Entwicklung entspricht nicht dem Markt, und sie macht uns sehr stolz.“ Peter Schüttele ist es wichtig zu betonen: „Eine wichtige Investition in die Zukunft ist auch die Zeit für Gespräche.“ Der Firmenchef macht mit einem Schmunzeln klar: „Mich finden Sie mit einer Zigarette vor der Tür.“ Und dieses Angebot wurde auch von vielen Partnern genutzt. Überhaupt gab es ein sehr positives Feedback zur Veranstaltung. Steffen Fischer, Geschäftsführer von Reifen Herl aus Nürtingen ist seit zehn Jahren Reifen1+-Partner.

„Wir treffen hier auf einen Schlag mehrere Ansprechpartner sowohl von Industrieseite als auch Kollegen und Mitarbeiter von Reifen1+. Für uns ist das erfolgreiche Netzwerkarbeit. Wir treffen Kollegen, die die gleichen Probleme haben. Können Hilfestellungen von denen, aber auch von dem Reifen1+-Team bekommen.“ Fischer ist begeistert vom Konzept: „Ich bleibe als Unternehmen selbstständig und genieße gleichzeitig die Vorteile der Partnerschaft. So können wir auch gegen die großen Ketten wettbewerbsfähig bleiben.“ Norman Kristen ist zum ersten Mal auf der Tagung: Seit Oktober ist er Partner von Reifen1+. Er betreibt seit 2016 das Autoglaszentrum und den Reifenshop Wetterau in Wölfersheim. Für ihn war zunächst mal das ansprechende Logo ein Schritt gewesen, Partner zu werden. Mittlerweile gebe es viele Gründe, „interessant finde ich auch, als Fleetpartner gelistet zu sein. Das eröffnet mir den Weg in das Leasinggeschäft.“     christine.schoenfeld@reifenpresse.de

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