Toyo-Zahlen sacken ab – „Dämpferskandal“ belastet weiter

Die Toyo Tire & Rubber Co. Ltd. konnte im ersten Halbjahr des neuen Jahres Umsätze und Gewinne nicht halten, fuhr trotz hoher außerordentlicher Belastungen durch den „Dämpferskandal“ unterm Strich aber dennoch wieder einen Nettogewinn ein. Wie der japanische Hersteller meldet, lag der Umsatz mit 186,4 Milliarden Yen (1,64 Milliarden Euro) 4,1 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Der operative Gewinn fiel unterdessen um zehn Prozent auf 26,2 Milliarden Yen (231 Millionen Euro), während der Nettogewinn am Ende des Halbjahres bei 2,2 Milliarden Yen (19 Millionen Euro) lag; immerhin, musste das Unternehmen im Vorjahreshalbjahr doch noch ein Minus von 4,2 Milliarden Yen hinnehmen. Die Zahlen im europäischen Reifengeschäft seien hingegen „beträchtlich gestiegen“, so der Hersteller.

Auf der Toyo-Bilanz lasten unterdessen weiterhin vor allem die außerordentlichen Verluste durch den „Dämpferskandal“; Toyo hatte Schwingungsdämpfer an Kunden geliefert, die nicht den Spezifikationen entsprachen, und muss dafür jetzt Rückstellungen für etwaige Regressforderungen anlegen. Hatte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr bereits 47,7 Milliarden Yen (420 Millionen Euro) an entsprechenden außerordentlichen Verlusten verbuchen müssen, so lasten auf dem aktuellen Halbjahresbericht noch einmal 16,9 Milliarden Yen (149 Millionen Euro). Das Unternehmen schreibt dabei auch, die Höhe der Zahlungen sei derzeit „vernünftig nur schwer abzuschätzen“.

Die Toyo-Reifensparte konnte sich demgegenüber nun leicht besser entwickeln. Während die Umsätze mit Reifen um 3,6 Prozent auf jetzt 148,7 Milliarden Yen (1,31 Milliarden Euro) fielen und damit für 79,7 Prozent der Konzernumsätze standen, ging der operative Gewinn um 8,5 Prozent auf 24,4 Milliarden Yen (214,8 Millionen Euro) zurück. Auch wenn keine detaillierten Zahlen vorliegen, so seien die Umsätze der Reifensparte in Europa im Berichtszeitraum doch „beträchtlich gestiegen“; auch habe Toyo in Europa von Januar bis Juni mehr Reifen verkaufen können. Aufgrund des Wechselkurses zum Yen seien die Umsätze bilanziell allerdings in Europa zurückgegangen. Weltweit, so der Hersteller, seien im ersten Halbjahr gut 17 Millionen Reifen vermarktet worden, 2,5 Millionen davon in Europa. Im Vorjahreshalbjahr hatte der Hersteller rund 1,75 Millionen von 15,5 Millionen Reifen in Europa vermarktet.

Bei Toyo in Japan geht man unterdessen auch davon aus, dass Jahresumsatz sowie Nettogewinn für das laufende Geschäftsjahr geringer ausfallen als zuletzt im Mai prognostiziert. Danach soll der Umsatz jetzt bei 395 Millionen Yen (bisherige Annahme: 405 Millionen Yen) liegen, während die Prognose zum Nettogewinn sogar um ein Viertel auf jetzt noch 18 Millionen Yen verringert wird. ab

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