BMW-Rennjunioren in der Hanauer Dunlop-Reifenproduktion

Montag, 31. August 2015 | 0 Kommentare
 
Karl Bittner, Manager Produktion der Goodyear Dunlop Tires GmbH, mit dem amerikanischen Juniorfahrer Trent Hindman beim Vergleichen der Reifenabschnitte eines pannensicheren RunOnFlat-Straßenreifens und eines Motorsportreifens
Karl Bittner, Manager Produktion der Goodyear Dunlop Tires GmbH, mit dem amerikanischen Juniorfahrer Trent Hindman beim Vergleichen der Reifenabschnitte eines pannensicheren RunOnFlat-Straßenreifens und eines Motorsportreifens

Im Rahmen der zweiten Auflage des Programms „BMW Motorsport Junior“ besuchten drei junge Fahrer, Dirk Adorf (Sportlicher Leiter Junior-Programm), Nico Amende (Organisation) und Felipe Fernández Laser (BMW Walkenhorst Motorsport) die Reifenproduktion der Goodyear Dunlop Tires GmbH in Hanau. Das Junior-Programm findet seit 2014 in Kooperation mit der Marke Dunlop, dem offiziellen Reifenpartner des BMW M235i Racing Cup, statt.

Höhepunkte waren die Führung durch die Motorsportreifenproduktion sowie der Rundgang durch den hochmodernen, nahezu vollautomatischen Aufbaubereich für pannensichere RunOnFlat-Reifen für die Straße. Besonders begeistert waren die Nachwuchsfahrer Louis Delétraz (CH), Trent Hindman (USA) und Victor Bouveng aus Schweden beim Blick hinter die Kulissen von der Manufakturarbeit in der Motorsportreifenproduktion: „Es ist unglaublich, wie vielschichtig und kompliziert es ist, einen qualitativ hochwertigen Rennreifen zu fertigen“, sagt Trent Hindman aus New Jersey. Sein Kollege Victor Bouveng ergänzt: „Beeindruckend, dass die Reifen, auf denen wir bis zu 250 km/h in der Spitze fahren, hier in so vielen Schritten von Hand gefertigt werden. Das gibt uns Fahrern ein gutes und sicheres Gefühl.“

Auch für ihren Coach Dirk Adorf, BMW-Werksfahrer und Chefinstruktor des Junior-Programms, ist der Besuch der Reifenproduktion eine Premiere. Aus seiner Erfahrung als Rennfahrer seit 1991 berichtet er: „Reifen haben einen wesentlichen Anteil bei der Sicherheit und Performance in einem Rennen. Dadurch, dass wir nun persönlich die Menschen kennenlernen konnten, die mit ihrer Kompetenz und Erfahrung auch unsere Reifen herstellen, schafft das bei uns weiter Vertrauen in das Produkt Dunlop-Reifen.“

Für die Herstellung eines Rennreifens werden rund 15 Bauteile benötigt, die überwiegend manuell in einem zweistufigen Aufbauverfahren auf speziellen Trommeln zu einem Reifenrohling zusammengefügt werden. „Das exakte Auflegen und Zusammenfügen der einzelnen Komponenten erfordert von unserem Reifenbauer höchste Präzision und ist die Voraussetzung für eine hochwertige und gleichbleibende Reifenqualität“, erklärt Karl Bittner, Manager Produktion bei Goodyear Dunlop, den Besuchern. Wichtig für die Qualität der Gummimischung seien auch die richtigen Zutaten. „Nach strengen Kriterien freigegebene Rohstoffe, ausgeklügelte Rezepturen und die exakt darauf abgestimmten Mischprozesse sind die Basis für die Herstellung hochwertiger Gummimischungen. Diese beeinflussen die Eigenschaften eines Reifens maßgeblich.“

Dass so viele unterschiedliche Materialien und Herstellungsschritte für den Reifenaufbau erforderlich sind, sorgte bei den Teilnehmern der Werkstour für Erstaunen. „Ich habe großen Respekt vor der Leistung der Mitarbeiter, immer eine einheitliche Qualität bei den Mischungen für verschiedene Reifentypen hinzubekommen“, sagt Dirk Adorf. Außerdem sei es sehr schwierig, den Spagat zu meistern zwischen weicherem Gummi für schnelle Rundenzeiten und härterem Gummi, der zwar etwas langsamer im Rennen ist, dafür aber deutlich länger hält und robuster ist. „Das ist unserem Partner Dunlop bei den Reifen für unsere Zwecke im M235i Racing Cup sehr gut gelungen.“

Ein lehrreicher Tag

Fazit der BMW-Besucher ist ein rundweg positives Feedback, das sie den Organisatoren von der Motorsportabteilung und allen beteiligten Mitarbeitern von Goodyear Dunlop nach dem Tag gaben. Trent Hindman fasst die Erkenntnisse der Juniorfahrer zusammen: „Wir haben heute viel gelernt und jetzt ein noch besseres Verständnis für unsere Reifen bezüglich der Auswirkung verschiedener Faktoren wie der Temperatur auf die Performance beim Fahren.“ Auch Alexander Kühn (Car Motorsport Manager EMEA) zeigt sich sehr zufrieden: „Der ganztägige Besuch unseres langjährigen Partners BMW Motorsport war für alle Seiten lehrreich: Zum einen hatten wir die Gelegenheit, uns auch abseits der Rennstrecke mit den Verantwortlichen und Junioren intensiv auszutauschen. Zum anderen konnten wir ihnen die Entwicklung, den Aufbau und die optimale Nutzung unserer Rennreifen näherbringen. Gerade für die jungen Fahrer war dies nach meiner Einschätzung ein lehrreicher Tag und ergänzt deren Motorsportausbildung um die Komponente Rennreifen aus dem Hause Dunlop.“ dv

Aufstellen zum Gruppenbild, hintere Reihe (v. li. n. re.): Carsten Müller (Senior Engineer Motorsport Dunlop), Alexander Kühn (Car Motorsport Manager EMEA Dunlop), Victor Bouveng, Trent Hindman, Louis Delétraz (BMW Motorsport), Dirk Schuster (Senior Engineer Racing Dunlop) sowie (vordere Reihe) Felipe Laser Fernández (BMW Walkenhorst Motorsport), Nico Amende (BMW Motorsport) und Dirk Adorf (BMW-Werksfahrer und Chefinstruktor) zusammen mit Dunlop-Rennreifen

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Kategorie: Motorsport

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