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Michelin kauft jetzt auch Meyer Lissendorf

Michelin kauft Meyer Lissendorf. Der französische Reifenhersteller wandelt damit eine langjährige enge und partnerschaftliche Beziehung zum Reifengroßhändler aus Gönnersdorf (Rheinland-Pfalz) in ein direktes Besitzverhältnis; Marktbeobachter hatten einen Verkauf des deutschen Unternehmens schon seit Längerem erwartet. Wie es dazu jetzt heißt, übernehme Michelin 100 Prozent der Anteile an Meyer Lissendorf, Preis: unbekannt.

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Die Franzosen setzen damit weiter gezielt ihre Strategie um, sich in allen Vertriebskanälen stärker zu integrieren. Michelin hatte bereits im vergangenen September den Großhändler Ihle Baden-Baden übernommen, der gerade in Bezug auf Logistik und E-Commerce zu den führenden Unternehmen des Landes zählt. Meyer Lissendorf wiederum betreibt neben seinem etablierten Großhandel spezialisiert auf Pkw-Reifen ein Netzwerk an knapp 200 Reifenhandelspartnern mit ihrerseits über 300 Outlets – den sogenannten MLX-Partnern. Über beide Meyer-Lissendorf-Kanäle könne Michelin nun seine Vertriebsposition gerade gegenüber kleinen und mittleren Reifenhändlern in Deutschland stärken, heißt es aus Clermont-Ferrand.

Meyer Lissendorf generierte im vergangenen Jahr 57 Millionen Euro Umsatz, 2011 waren dies noch knapp 95 Millionen Euro. Der Großhändler und Systemanbieter beschäftigt rund 90 Mitarbeiter. Gegründet wurde das Unternehmen 1974 durch Hubert Vietoris und seiner Ehefrau Maria, geborene Meyer, in Lissendorf. Seit 2010 war Heinz-Werner Knörnschild, bis dahin Generalbevollmächtigten der Gruppe, geschäftsführender Minderheitsgesellschafter. Hubert Vietoris blieb geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter der Meyer-Lissendorf-Gruppe. Inwiefern der neue Eigentümer von Meyer Lissendorf  die Geschäftsführung dort verändern wird, ist derzeit ebenfalls noch nicht bekannt. Die Übernahme steht noch uner dem Vorbehalt der Wettbewerbsbehörden in Deutschland und Österreich. ab

 

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