Traditionsveranstaltung „Kartevent“ der Handelsvertretung Holger Hering

Nein, das wievielte „Event“ er für und mit seinen Kunden jetzt veranstalte, daran könne er sich gar nicht so genau erinnern, sagt Holger Hering im „Ralf Schumacher Kart & Bowl“ auf konkrete Nachfrage. So ungefähr 15 mögen es über all die Jahre in der Aluminiumräderbranche wohl gewesen sein. Die meisten davon fanden auf Kartbahnen statt wie unlängst auf „Schumachers Motodrom“ in Bispingen, in der Lüneburger Heide und direkt an einer Autobahnausfahrt gelegen.

Aber so viele Gäste wie dieses Mal habe man noch nie begrüßen können, schätzt Ehefrau Eleonore Brandt, der ganz wesentlich die Organisation obliegt, auf etwa 80 Gäste, von denen auch tatsächlich drei Viertel in den Karts um diverse Pokale kämpfen. Wobei „kämpfen“ vielleicht der falsche Ausdruck ist, denn es solle „der Fahrspaß im Vordergrund stehen“, wie es schon in der Einladung heißt. Da kommen Semiprofis, Repräsentanten der die Veranstaltung unterstützenden Firmen, Hobbydriver und „Ersttäter“ unter der fachkundigen Regie eines Zuständigen der Kartbahn zusammen, um einmal etwa eine Stunde reine Fahrzeit pro Fahrer (!) genießen zu können. Promis gibt’s auch, stellt Holger Hering mit Gerrit Heesemann (alias dem vor allem in Norddeutschland bekannten Musiker, Moderator und HSV-Stadionsprecher Lotto King Karl) einen „Stammgast“ seiner Veranstaltungen ebenso vor wie Wolfgang W. Müller, der für das Racingteam „Pro Handicap“ unter anderem beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring schon mehr als einmal für Furore gesorgt hat und das vom aktuell drittgrößten europäischen Aluminiumgussräderhersteller CMS (Kapazität ca. neun Millionen Einheiten p. a., hiesige Vertriebsgesellschaft in St. Leon-Rot) gesponsert wird.

Womit wir denn beim Thema wären, denn CMS-Geschäftsführer Andreas Göbel war nicht nur wie zumeist in den Vorjahren Gast des Events, sondern griff auch ins Lenkrad – nicht unbedingt mit dem Ehrgeiz, am Schluss auf dem Siegertreppchen zu stehen, wie er einräumte. CMS ist eine der beiden von der Handelsvertretung Holger Hering (Appen-Etz, Schleswig-Holstein) vertretenen Marken, mit der Hering noch einiges vorhat in den nächsten Jahren. So wolle man „raus aus der Ecke der grauen Maus“ und wird auch gleich gezeigt, womit das am Besten gelingt: mit adäquaten Produkten. Da ist das Flowforming-Rad „B1“, das es in fünf Größen von 17 bis 19 Zoll gibt, da sind konventionelle Gussräder wie „C8“ und „C12“, bei denen Farbe ins Spiel kommt und die auch in diesen Farben auf Lager abrufbereit liegen. Designs wie C18 oder C21 sorgen dafür, dass CMS sich durchaus als Vollsortimenter verstehen kann. Und mit der C22 kündigt Holger Hering schon mal ein Winterrad an, das er zwar noch nicht in Bispingen zeigen konnte, das aber in der Pipeline und rechtzeitig fürs Wintergeschäft 2015/16 verfügbar sei.

RH Alurad (Attendorn) ist die zweite Aluminiumrädermarke, die das Gespann Brandt/Hering im Portfolio führt (ferner übrigens auch die Produkte der Industrievertretung Jania) und von der Technikexperte Ralf Weber den Weg in die Lüneburger Heide gefunden hat. Hering erinnert an die Tradition der Marke, aber auch daran, dass mit der jetzigen Gesellschafterfamilie Böhmer jemand da sei, der die Geschicke RHs in die eigenen Hände nimmt und einen sehr aktiven Part im operativen Geschäft zu spielen gedenke. Der Name RH wird in der Räderbranche mit einer gewissen Exklusivität assoziiert, das Programm beginne bei einzelnen Designs auch schon mal bei 17, gerne auch mal bei 18 Zoll – nach oben offen. Mit dem „WM“ genannten Design, „GT“-Rad, DG Evolution oder NBU Race kann sich RH Alurad von so manchem Mitbewerber differenzieren.

Dem langjährigen „Rädermann“ Holger Hering geht es nicht darum, den von ihm vertretenen Marken „nach dem Mund zu reden“ und auch seinen Gästen nicht. So erinnert er an die vielen Marktveränderungen im Aluminium Racingteam „Pro Handicap“ räderbereich in den letzten Jahren und auch daran, dass das ja nicht immer begrüßenswerte gewesen seien. Und er mahnt an, doch nicht völlig auf Lagerhaltung zu verzichten, schließlich müsse man doch auch einmal etwas zum Vorzeigen haben.

Der dritte Co-Sponsor der Veranstaltung in „Schumachers Motodrom“ und überhaupt bereits das dritte Mal überhaupt als Unterstützer war die Reifenmarke Maxxis, mit der Hering geschäftlich eigentlich gar nicht viel am Hute hat. Aber man pflege als Norddeutscher nicht nur eine gute Nachbarschaft, meint der Geschäftsführer der Maxxis International (Dägeling) Dirk Rohmann, sondern er finde in dem Kreis der Hering-Gäste ja auch so manchen eigenen Kunden wieder. Übrigens war mit Michael Reese auch ein Repräsentant der Gesellschafterfamilie der Vertriebsgesellschaft in Bispingen dabei.

Damit nicht der Eindruck entsteht, dies sei eine Veranstaltung von Norddeutschen für Norddeutsche. Einer der auf seinen Karteinsatz hinfiebernden Gäste hatte sich frühmorgens um fünf Uhr im fernen München ins Auto gesetzt, weil er partout teilnehmen wollte. Die Teilnahme an dem größten Event, das Holger Hering je in Eigenregie durchgeführt hat, ist einfach zu verlockend. detlef.vogt@reifenpresse.de

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