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Konsortium mit „thermoplastischem Carbonrad“

Der Chemiegigant Sabic (Saudi Basic Industries Corporation, Umsatz 2013: 50,4 Milliarden US-Dollar, Nettogewinn 6,7 Milliarden Dollar) und die Schweizer Kringlan Composites AG wollen gemeinsam mit weiteren Industriepartnern ein thermoplastisches Pkw-Carbonrad zur Serienreife bringen. Der saudi-arabische Partner bringt sein Know-how hinsichtlich der Materialien ein, das Züricher Unternehmen hinsichtlich dreidimensionaler Konstruktionsmethoden.

Mit dem neuen Radtyp sollen – heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung – die traditionellen Rädermaterialien wie Aluminium und Stahl ersetzt werden. Angestrebt wird ein Rad, das stärker und leichter ist, sodass die Automobilhersteller die Performance erhöhen und den Treibstoffverbrauch verringern können. Während der Nutzungsphase des Automobils sollen die Emissionen reduziert, bei der Herstellung des Rades Umweltbelastungen minimiert und Recyclingfähigkeit gewährleistet werden. Das neuartige Rad würde damit in bisher nicht gekannter Art den Ansprüchen an Nachhaltigkeit gerecht werden.

Nach Angaben der Unternehmen habe man in Zusammenarbeit mit einem (namentlich nicht genannten) deutschen Automobilhersteller einen Prototypen entwickelt, der auch neue Maßstäbe beim Design erfüllen soll. Auch heißt es, mit dem neuen Rad würden sämtliche vom TÜV an ein metallenes Rad gestellten Anforderungen erfüllt werden. Im vergangenen Jahr habe man, heißt es auf der Website der Schweizer, die bereits zweite Generation eines Carbonrades erfolgreich getestet. Laut Kringlan-CEO Steffen Heinecke hätten bereits mehrere OEMs Interesse an dem Carbonrad gezeigt, mit dem sich die CO2-Emissionen eines Pkw um zwei bis drei Prozent reduzieren ließen. detlef.vogt@reifenpresse.de

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