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50 Jahre Produktion von Butylkautschuk in Zwijndrecht

Ein halbes Jahrhundert nach Aufnahme der Butylkautschukproduktion im Jahr 1963 in Zwijndrecht bei Antwerpen (Belgien) hat sich die jährliche Kapazität auf heute 150.000 Tonnen verfünffacht. Der Lanxess-Konzern investierte am Standort 250 Millionen Euro sowohl für den Ausbau der Kapazität als auch in eine neue Energieanlage und in zwei Pilotanlagen.

Am linken Scheldeufer in Zwijndrecht, auf einem Polder im Antwerpener Hafengelände, begann Polysar Belgium im Jahr 1962 mit dem Bau der Anlage. Mit 163 Mitarbeitern und drei Reaktoren verfügte die Anlage über eine Startkapazität von 30.000 Tonnen. In der Nacht vom 21. November 1963 wurde der allererste Butylkautschuk produziert. Seitdem sind in dem Werk über vier Milliarden Kilogramm Butylkautschuk hergestellt worden. Da der Kautschuk zu Ballen oder Blöcken von 34 Kilo gepresst wird, sind dies insgesamt 120 Millionen Ballen.

Butylkautschuk wird hauptsächlich für die Reifenproduktion verwendet. Moderne Radialreifen erfordern einen Innerliner aus Halobutylkautschuk, der wegen seiner Gasundurchlässigkeit den Druck über einen längeren Zeitraum konstant hält. Das senkt den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen. Weitere Anwendungen von Butylkautschuk sind Schutzkleidung, Schuhsohlen, Klebstoffe und Kaugummi. Seine Gasundurchlässigkeit und Chemikalienbeständigkeit haben sich auch in Klimaanlagen von Fahrzeugen und in Auskleidungen von Tanks bewährt. dv

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