Anti-Dumping-Zölle auf Pkw-Aluminiumräder aus Malaysia

Als vor gut drei Jahren mehr als 20 Prozent Strafzölle auf Importe von Pkw-Aluminiumrädern erhoben wurden, blieb der laute Aufschrei hiesiger Anbieter, die in China fertigen ließen, aus: Man arrangierte sich, switchte wenigstens teilweise auf andere fernöstliche Länder als Bezugsquellen um, der chinesische Produzent ließ etwas nach, der EU-Importeur begnügte sich mit etwas niedriger Marge – und irgendwie ging es weiter, das Ende der Anti-Dumping-Zölle auf China-Räder ist inzwischen in Sicht. Wenn ab dem 1. Januar 2014 auf Pkw-Aluminiumräder, die aus malaysischer Produktion kommen und in die Staaten der EU (sowie die Türkei) exportiert werden, ein etwa 4,5-prozentiger Zoll erhoben wird, dann wird das entsprechenden Importeuren nicht gefallen, aber sie werden die Bleistifte anspitzen und ggf. nach alternativen Herkunftsländern Ausschau halten. Wobei sie beachten sollten: Die EU-Kommission hat auch die sonstigen „üblichen Verdächtigen“ aus der Region (Thailand, Indonesien, Taiwan …) unter Beobachtung, auch für diese Länder sind zu einem späteren Zeitpunkt Zölle möglich. Aber wie das Beispiel China gelehrt hat: Ein wirklich großer Einfluss auf den hiesigen Rädermarkt wäre auch davon kaum zu erwarten. dv

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