Sanierung durch Konzessionen: ATU kommt Schuldenabbau näher

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Die Werkstatt- und Fachmarktkette ATU meldet „Fortschritte beim Sanierungskonzept“. Ohne in die Details zu gehen, erklärte das Unternehmen nun, man habe eine „grundlegende Einigung mit wesentlichen Gläubigern“ erzielt, damit sei man „einen entscheidenden Schritt in der Erarbeitung einer Lösung zur finanziellen und bilanziellen Sanierung des Unternehmens vorangekommen“. ATU ist mit 626 Millionen Euro verschuldet, während alleine Anleihen über 593 Millionen Euro zwischen Mai und Oktober des kommenden Jahres refinanziert werden müssen. Während sich für Lieferanten und Kunden nichts ändern soll, stehen Zugeständnisse der Finanzpartner an.

Das Management um Hans-Norbert Topp – seit Juli 2013 Vorsitzender der ATU-Geschäftsführung –, der ATU-Eigentümer – von Kohlberg Kravis Roberts (KKR) beratene Fonds – sowie der größte Anleiheinvestor des Unternehmens – Gesellschaften von Centerbridge Partners – haben sich auf ein „Eckdatenpapier zu den grundlegenden ökonomischen Rahmenbedingungen eines umfangreichen bilanziellen Schuldenabbaus verständigt“, heißt es dazu weiter von dem Weidener Unternehmen. Das operative Geschäft von ATU laufe vom anstehenden Schuldenabbau unabhängig normal weiter, versichert Topp: „Wichtig ist zudem für uns, dass dieser Restrukturierungsprozess keine Auswirkungen auf unsere Kunden und Lieferanten hat und sie keine Abstriche bei Qualität und Service erleben. Wir wissen die Unterstützung und das Engagement unserer Mitarbeiter und unserer Lieferanten auf dem Weg zu einer Gesundung von A.T.U sehr zu schätzen.“

„Die Einigung markiert einen wesentlichen Meilenstein auf unserem Weg zu einer signifikanten Reduzierung unserer Schuldenlast. Ich freue mich sehr darüber, wie alle Beteiligten dafür seit dem Sommer an einem Strang gezogen haben“, konstatiert Hans-Norbert Topp. Seit mehreren Monaten befinden sich alle Beteiligten in „intensiven Gesprächen zur Entwicklung eines langfristigen Schuldenabbaukonzepts“. Mit Umsetzung des Konzepts gelänge ATU „ein signifikanter Schuldenabbau“.

Darüber hinaus seien „entscheidende Schritte“ umgesetzt worden, „um die Liquiditätsausstattung des Unternehmens zu verbessern, einschließlich der Zuführung eines Investments über 25 Millionen Euro von Centerbridge. Die Verbesserung der Liquidität bedeutet für ATU einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Stärkung des operativen Geschäfts“, so das Unternehmen.

Konzessionen weiterer Finanzpartner erforderlich

„Die grundlegende Einigung auf das Eckdatenpapier hat uns dem Abschluss einer Transaktion, die zum umfangreichen bilanziellen Schuldenabbau führen wird, ein großes Stück näher gebracht. Allerdings sind auch Konzessionen weiterer Finanzpartner von ATU erforderlich und eine ganze Reihe von Teilprojekten des Prozesses läuft weiter. In den vergangenen Wochen ist deutlich geworden, dass sich alle Beteiligten sehr für eine Lösung engagieren. Daher sind wir auch optimistisch, die Transaktion erfolgreich abzuschließen“, so Topp abschließend, der noch für das laufende vierte Quartal den Abschluss der Verhandlungen erwartet.

Die Liquiditätsausstattung des Unternehmens sei damit – im Moment jedenfalls – gesichert, so ATU, und „die Bevorratung für das Wintergeschäft läuft nach Plan.“ ab

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