Branchendiversifikation bei Continental

Continental will sein Know-how beispielsweise aus der Nutzfahrzeug- und Busindustrie auch anderen Märkten zur Verfügung stellen und so dem langfristigen Diversifikationsziel, das aktuell recht hohe Maß an Abhängigkeit einerseits von der Fahrzeugindustrie und andererseits von der Erstausrüstung verringern. Vor allem Hersteller für die Branchen Bau, Landwirtschaft, Zweiräder und Freizeitfahrzeuge sowie Marine stehen dabei im Fokus des internationalen Automobilzulieferers, Reifenherstellers und Industriepartners, der mit seinen Systemlösungen aus einer Hand die Arbeit von Konstrukteuren und Einkäufern effizienter machen will.

„Als internationales Unternehmen sind wir weltweit aufgestellt und können dort entwickeln und produzieren, wo auch unsere Kunden sind“, sagt Dr. Michael Ruf, Leiter der Business Unit Commercial Vehicles & Aftermarket bei Continental. „Hinzu kommt ein technisches Know-how, das über Jahrzehnte in der Automobilbranche gewachsen ist und mit dem wir immer wieder technische Trends setzen.“

Dafür will das Unternehmen Synergien aus allen Bereichen des Konzerns nutzen und bietet von der Entwicklung und dem Prototypenbau über CAD-Entwicklung und ausgiebige Test bis zur Just-in-Time-Lieferung die komplette Wertschöpfungskette aus einer Hand. „Das ermöglicht uns auch eine sehr flexible Produktion von der Kleinserie bis zum Großauftrag. Durch die Plattformstrategie, die wir dabei verfolgen, sind alle Produkte auch skalierbar“, sagt Dr. Ruf. „Das kommt den Megatrends im Markt entgegen, in dem wirtschaftliche Aspekte und Kosteneffizienz immer wichtiger werden. Fahrzeuge müssen möglichst geringe Betriebskosten haben und dafür sind ausgereifte, qualitativ hochwertige Systeme und Komponenten wie sie Continental produziert eine wichtige Voraussetzung.“

Das Unternehmen hat mehr als 40 Jahre Erfahrung mit elektronischen Systemen im Nutzfahrzeugbereich, kennt die Anforderungen der Endverbraucher und passt die dort bewährten Komponenten und Systeme an die Erfordernisse der verschiedenen Branchen an.

Beispiel Baubranche: Vor allem elektronische Produkte, die für mehr Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Komfort sorgen, werden immer häufiger für Radlader, Bagger und Planierraupen eingesetzt. Darum weitet Continental sein Angebot für diese Branche kontinuierlich aus. Das Unternehmen bietet robuste Lösungen für anspruchsvolle Einsatzbedingungen in jeder Art von Baufahrzeugen. Zum Lieferumfang gehören Komponenten und Systeme, die sich schon im Nutzfahrzeugmarkt bewährt haben: Kamerasysteme, Displays und Kombiinstrumente, Sensoren für Geschwindigkeit, Druck, Temperatur, Stickoxide (NOx) und die Tankfüllstandsmessung sowie Radios und Fahrpedale.

Beispiel Landwirtschaft: Hier entwickelt Continental elektronische Lösungen, die in der Agrarindustrie präzise Informationen zu den Arbeitsabläufen liefern. Seine Innovationen präsentiert Continental unter anderem in einem speziell ausgerüsteten Traktor. Zu den eingesetzten Produkten gehören elektronische Steuergeräte wie MUX4-P, maßgefertigte Getriebesteuerungen, individuell angepasste Karosseriesteuergeräte, Sensoren sowie Instrumentierungsplattformen, wie flexible Cluster.

Beispiel Zweiräder: In Fahrzeugkabinen haben sich Displays mit „Thin Film Transistor“-Technologie als Instrumentierungslösung längst durchgesetzt. Mit Continental hält das Erfolgsprodukt jetzt Einzug in den boomenden Zweiradmarkt – von Sport- und Tourenmotorräder der Oberklasse bis zu den Massenmärkten in China und Indien. Dabei erhalten Motorradcockpits völlig neue Anzeigefunktionen.

Ob Landwirtschaft, Bau- oder Zweiradbranche: Bei allen Instrumentierungslösungen sollen die Kunden vom Know-how in den Bereichen Software, Displaytechnologien und Oberflächenverarbeitung profitieren können. „Unsere beispiellose internationale Vernetzung von Entwicklungs- und Produktionsstandorten macht die neuesten Errungenschaften in kürzester Zeit für alle Branchen verfügbar“, sagt Dr. Ruf. „Dabei geht Continental schon in der Entwicklungsphase auf die Anforderungen des Marktes sowie auf die Vorstellungen und Ideen der Hersteller ein, denn unsere Entwickler und Designer stehen in ständigem Austausch zum Fahrzeughersteller. Und das in immer mehr Branchen.“ dv

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