Westlake-Fabrikant kommt in der Top 10 der größten Reifenhersteller an

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Die Hangzhou Zhongce Rubber Co. Ltd. – hierzulande bekannt durch die Reifenmarke „Westlake“ – sieht sich auf gutem Kurs, in naher Zukunft zu den Top 10 der international größten Reifenhersteller zu zählen. Wie der Hersteller gegenüber der NEUE REIFENZEITUNG mitteilt, habe man im vergangenen Geschäftsjahr einen Jahresumsatz in Höhe von 3,39 Milliarden US-Dollar erzielt, was 2,56 Milliarden Euro entspricht. Laut Guo Rong Ge, Vizepräsident des größten chinesischen Reifenherstellers, basiere die rasante Absatzsteigerung während der vergangenen Jahre auf Erfolgen auf dem heimischen wie auch auf Exportmärkten, darunter vor allem Europa, zurückzuführen. Vor zwei Jahren hatte Hangzhou Zhongce noch einen Umsatz in Höhe von 2,13 Milliarden Dollar gemeldet, sodass sich über zwei Jahre ein Umsatzwachstum von rund 60 Prozent ergibt. In China etwa habe sich Hangzhou Zhongce auch „wertvolle Erstausrüstungsverträge in der boomenden Autoherstellung“ zusichern können, heißt es dazu dazu weiter. Westlake-Reifen sehe man heute auf Autos der heimischen Hersteller Chongqing Changan Automobile Co., Geely International Corp. oder BYD Auto. Auch wenn diese Hersteller bzw. deren Fabrikate in Europa kaum jemandem bekannt sind, in China aber sind das die sich am rasantesten entwickelnden Automarken. Bei Transportern und schweren Lkws beliefert Hangzhou Zhongce Hersteller wie FAW (VW), Iveco oder Isuzu, die in Joint Ventures mit chinesischen Partnern Kraftfahrzeuge für den chinesischen Nutzfahrzeugmarkt produzieren.

Hangzhou Zhongce betreibt aktuell neun Fabriken im Raum der chinesischen Küstenmetropolen Hangzhou und Shanghai und nennt eigenen Aussagen zufolge als einziger Hersteller Chinas eine zertifizierte Anlage zur Ermittlung des Reifenabrollgeräusches ihr Eigen. In einer der neun Fabriken stellt Hangzhou Zhongce sogar vielfältiges PR-Material her: vom Westlake-Feuerzeug bis zum Westlake-Regenschirm wird dort Einiges gefertigt.

Vor Kurzem fiel nun die Entscheidung, den Bau der ersten Produktionsstätte außerhalb Chinas zu realisieren. Im thailändischen Rayong ist eine Fabrik für Radialreifen im Bau. Deren Output soll in der ersten Ausbaustufe etwa eine Million Pkw-Reifen jährlich sein.

Reifen der Marke Westlake werden in Deutschland ausschließlich durch Partner vertreiben, die jeweils mit eigenen Netzwerken an Servicestationen am Markt vertreten seien, heißt es weiter. Dazu zählen u.a. Reifen-Müller (Hammelburg) oder Reifen.com. In Österreich zeichnen drei Distributoren für die Westlake-Vermarktung verantwortlich, die wiederum vorrangig point-S-Mitglieder beliefern, so das Unternehmen weiter. Durch die strikte Vertriebskanalpolitik wolle der Hersteller Hangzhou Zhongce die Marke Westlake „mittelfristig höherwertig positionieren und damit ein margenstarkes Produkt für die Vertriebspartner gewährleisten“.

„Ein ganz wichtiges Vorhaben ist es nun, die Erweiterung unserer Produktionsanlagen voranzutreiben“, so Ge weiter, „im Zubau zu unserer modernsten Pkw-Reifenfabrik, der ‚Plant-500’, werden zurzeit die Öfen installiert. Ab Ende des Jahres können wir dort zusätzliche 14 Millionen Stück Reifen fertigen.“ Der Vizepräsident weiter: „Wir alle, die Fabrik, die Distributoren und die Wiederverkäufer warten sensüchtig auf diese zusätzliche Kapazität. 65 Prozent unseres Outputs wird in China benötigt – Tendenz stark steigend – die verbleibenden 35 Prozent müssen wir sehr geschickt auf unsere außerchinesischen Zielmärkte aufteilen.“ Wie Guo Rong Ge versichert, stehe Europa dabei, und da insbesondere Deutschland, „an oberster Stelle“. ab

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