Reifenwärmer Tiretherm 350

Der Tiresonic Tiretherm 350 (Reifenwärmer) wurde aufgrund der Montagerichtlinien des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e. V. (WdK) als vollautomatisches, reifenindividuelles Erwärmungsverfahren entwickelt; Patente sind angemeldet, teilt die Tiresonic GmbH (Hamburg) mit.

Der Verband erstellte Vorgaben, wobei Runflat- und UHP-Reifensysteme nur mit den vom WdK freigegebenen Reifenmontiergeräten demontiert bzw. montiert werden dürfen. In dieser Richtlinienverordnung ist das Erwärmen der Räder bzw. Reifen in der Kerntemperatur von 24° bis 27° Celsius (nicht höher bzw. niedriger) zur schadlosen Demontage bzw. Montage zwingend vorgegeben, um eine Vorschädigung der Reifen durch die Montage und Schäden bei der Demontage zu verhindern.

Warum nicht niedriger? Da in diesem Temperaturbereich – im Kernpunkt des Reifenwulstes gemessen – die größtmögliche Flexibilität der verstärkten Seitenwände erreicht wird. Warum nicht höher? Da sonst das Montageschmiermittel an Reifen und Felge zu schnell trocknet und somit durch das Verkleben die Gleit-  und Schlupffähigkeit der Felge und Decke gehemmt wird und es wiederum zu Schädigungen des Reifenwulstes kommt, was zwangsläufig zu Reifenfolgeschäden führt.

Die Entwicklung des Tiretherm 350 wurde auf Basis einer  40-jährigen Berufserfahrung als Kfz-Meister und BMW-Vertragshändler durchgeführt. Ein Kriterium war die Größe (ca. 1 cbm Würfel ) des Gerätes und die Beladbarkeit, ohne die schweren SUV-Räder (z. B. für BMW, Audi, MB oder Porsche usw.) heben zu müssen. Schnelle Einsatzbereitschaft, günstiger Energieverbrauch und materialschonender Einsatz (wegen hoher Montagekräfte) waren die Entwicklungsvorgaben. Auch das ungewollte Drehen der Leichtmetallfelge bei der Montage von Nieder- und Superniederquerschnittreifen – das meist zu höheren Ersatzansprüchen führt – sei durch die Reifenerwärmung weitgehend ausgeschlossen, so der Hamburger Anbieter.

Durch das vom WdK eingesetzte Zertifizierungsteam bestehend aus Michael Immler (Obermeister der Vulkaniseurinnung Bayern und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger), Dipl. Ing. Alexander Bockenheimer (staatl. Materialprüfungsamt der TU Darmstadt) sowie Dipl. Ing. FH Franz Nowakowski (Dekra, Sachverständiger für technische Gummiwaren, Sondergutachten) wurde der Reifenwärmer mehreren Tests mit unterschiedlichen Reifengrößen und Fabrikaten unterzogen. Mit dem Ergebnis, dass nach einer Erwärmung der Reifen von sieben Minuten die erforderliche Wulstkerntemperatur ca 25°C – ausgehend von einer Reifentemperatur von + 5°C – erreicht wird.

Die Testmontagen mit einem vom WdK zertifizierten Montiergerät und mit dem durch Tiretherm 350 erwärmten Reifen konnten ohne Probleme durchgeführt werden, lässt die Tiresonic GmbH wissen. Die bei der Montage und Demontage aufgetretenen Kräfte von deutlich weniger als 2 kN wurden – bei einer vorgeschalteten Erwärmung auf 25°C – durch die Messungen der TU Darmstadt bestätigt. Laut dem Testbericht der Dekra Automobile GmbH (Abt. Sondergutachten) vom 10.8.2009, ist der Reifenwärmer Tiretherm 350 berechtigt, das Dekra-Testsiegel zu führen.

Neuere Testberichte des Reifenwärmers vom 26.9.2010 bescheinigen, nach einer Vorwärmzeit von zwei Minuten beim ersten Reifen, die Einhaltung der neuesten vom WdK herausgegebenen Montage- und Demontage-Richtlinien für Ultra-High-Performance-Reifen und Räder mit Notlaufeigenschaften.

Durch Verleihung des Dekra-Testsiegels gewährleiste der Tiretherm 350 eine schnelle und schadlose Erwärmung für die schonende Montage aller UHP- und Runflat-Reifen und erfülle somit gleichzeitig die Vorgabe zur Einhaltung der WdK-Montagerichtlinien und deren Ergänzungen, heißt es in einer Presseinformation. Die besten Montage- und Demontageergebnisse werden zwischen 24° und 27°C erzielt.

Durch die Sicherstellung der Montagetemperatur reduzieren sich die auftretenden Montagekräfte für Reifen/Felge  und Montiergerät um bis zu 50%. Gleichzeitig werde die Montagezeit durch Erwärmung erheblich reduziert, was Kosten spare. Mit dem Reifenwärmer sowie dem Einsatz eines vom WdK zertifizierten Montiergerätes im Umgang mit geschultem Personal haben die Inhaber und Verantwortlichen des Reifenhandels alle technischen Anforderungen für die sichere Reifenmontage erfüllt. Durch Einsatz von zertifizierten Reifenmonteuren und der Einhaltung der Montagerichtlinien, einer vom WdK freigegebenen Montiermaschine und einer Reifenerwärmung auf 24° bis 27° Grad durch Tiretherm 350 sei eine schadenfreie Reifenmontage durchführbar, schreibt der Anbieter. dv

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