AEZ baut extravagante Aluräder für den Rinspeed BamBoo

Als Hartgras ist Bambus leicht, stabil, umweltfreundlich in der Verarbeitung und steht ästhetisch für ein entspanntes und harmonisches Lebensgefühl. Da wundert es kaum, dass Fahrzeug-Visionär Rinspeed ausgerechnet den Namen der vielseitigen Pflanze für seine neue Elektrostudie „BamBoo“ wählte. Darüber hinaus fertigte das Unternehmen auch einige Komponenten aus den strapazierfähigen Fasern. Vielseitig ist der Werkstoff allemal und auf den ersten Blick sieht es wegen des Bicolor-Lacks fast so aus, als ob selbst Teile der Radstreben aus Bambus bestünden. Die Experten von AEZ verließen sich bei ihrer Konstruktion dann aber doch lieber auf Aluminium. Wie schon bei den Rinspeed-Modellen iChange, sQuba und UC? passen die 7×17 Zoll großen Einzelstücke zum individuellen Fahrzeugcharakter perfekt.

Die Räder mit den drei Vierfachspeichen vollführen einen designtechnischen Spagat zwischen Futurismus und Retro und geben sich dabei optisch ganz relaxt. „Passend zum leichten, mediterranen und kultigen Auftritt des Fahrzeugs kommt die Felge mit nur drei filigranen Vierfachspeichen aus“, erklärt AEZs General Manager Norbert Frohner. „Im Kontrast dazu steht der wuchtige Mittenbereich, der an die Kühlrippen von alten Trommelbremsen erinnert – was herrlich zu einem Buggy passt, der ein Lebensgefühl transportiert, wie man es an einem Tahiti-Strand der coolen 70er Jahre erwarten würde.“ Sowohl Rinspeed als auch AEZ wollen mit ihrem Design jede Menge Zeitgeist einfangen, ohne jedoch gestrig zu wirken. Als Verbindung zwischen den Jahrzehnten trägt ferner die zeitlose Pop-Art-Kunst des New Yorkers James Rizzi bei, der unter anderem das aufblasbare Fahrzeugdach mit einer handgemalten Straßenszene bereicherte.

Technologisch gesehen erscheint der BamBoo als Sinnbild für nachhaltige Mobilität von morgen: Er vermittelt auch mit 54 kW und Topspeed 120 km/h Fahrspaß, ohne dem PS-Egoismus zu huldigen. Statt Konkurrenz- und Wettbewerbsdenken soll das Lifestyle-Auto ein gutes Miteinander fördern. Aus diesem Grund kann der Fahrer mithilfe des Rizzi-Birds am Überrollbügel auch mit seiner Umwelt kommunizieren: Die Design-Ikone wechselt per Knopfdruck die Farbe. Geht es nach dem Schweizer Visionär und Rinspeed-Boss Frank M. Rinderknecht, dann muss der Buggy kein Einzelstück bleiben. Für die Serienproduktion der Räder stehen die Chancen gar nicht mal so schlecht, wie das Publikum bei den Felgen für die bisherigen Studien aus der Kooperation eindrucksvoll erleben durfte. Wer den E-Buggy in jedem Fall einmal live sehen möchte, hat hierzu im März beim Auto-Salon in Genf ausreichend Gelegenheit. Der Rinspeed-Messestand ist übrigens ein Kunstwerk für sich – schließlich hat Rizzi hier seine Hände ebenfalls im Spiel. dv

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