Ende 2011 soll „Tradesprint“ in allen Pneuhage-Niederlassungen laufen

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Vor gut einem Jahr war bekannt geworden, dass die Pneuhage Reifendienste in Zukunft „Tradesprint“ als Warenwirtschaftssystem in ihren rund 90 eigenen Niederlassungen nutzen wollen. Inzwischen kommt die auf SAP basierende Software der Cormeta AG bereits in 23 Filialen zum Einsatz, und bis Ende 2011 sollen auch die restlichen Betriebe – vier davon übrigens noch in diesem Jahr – die Umstellung vorgenommen haben.

Stein des Anstoßes für den initiierten Wechsel war Unternehmensangaben zufolge vor allem der Umstand, dass die bis dato verwendete Lösung nicht mandantenfähig war. Das bedeutet, dass sie für jede Niederlassung einzeln installiert werden musste und separat arbeitete – jede Filiale war demnach IT-technisch isoliert und konnte nicht direkt die Bestände der anderen abfragen. Zwar habe es eine Bestandsauskunft im Intranet gegeben, doch die Kollegen mussten dazu immer „ihre“ Filialsoftware verlassen, sagt Ralf Brauer, Leiter IT & TK bei Pneuhage. Auch das Bestellwesen sei nicht integriert gewesen, d.h. Bestellungen wurden überwiegend telefonisch oder per Fax bearbeitet und nicht im System erfasst. Zudem besaß das Altsystem seinen Worten zufolge eine rein textbasierte Benutzeroberfläche mit dadurch beschränktem Informationsgehalt, sodass der Umgang mit den verwendeten Abkürzungen und teils kryptischen Begriffen gerade neue Mitarbeiter oft vor Probleme gestellt hat. „Das System war alles andere als state of the art. Funktional zwar in Ordnung, aber mit Mängeln beim Handling und der Systemintegration“, bringt es Brauer auf den Punkt. Erschwerend sei noch hinzugekommen, dass die Weiterentwicklung des bisher verwendeten Systems seit geraumer Zeit stillstand, weil der Hersteller 2003 in die Insolvenz gegangen war.

„Für den täglichen Einsatz im rasanten Geschäft des Reifenhandels braucht man ein zeitgemäßes Fahrzeug mit viel PS und einem großen Funktionsumfang“, begründet Brauer vor diesem Hintergrund die Entscheidung, eine neue Software einzuführen. „Wir suchten eine zukunftssichere Standardlösung, mit der sich alle warenwirtschaftlich relevanten Vorgänge sowohl der Zentrale als auch der Filialen abwickeln lassen“, sagt er. Dass die Wahl letztlich auf „Tradesprint“ gefallen ist, lag wohl auch mit daran, dass Pneuhage im Rechnungs- und Personalwesen bereits seit Jahren mit SAP arbeitet. Und auch die Cormeta AG war für den Reifenhändler keine Unbekannte, setzt man im Kreditversicherungsmanagement doch schon deren Software „KVsprint“ ein. Daher lag es nahe, in der Warenwirtschaft gleichfalls mit SAP zu fahren. „Wir haben uns für ‚Tradesprint’ entschieden, weil die Anwendung nicht nur auf einem marktüblichen und daher zukunftssicheren Standard basiert, sondern auch, weil sie eine integrierte Filiallösung mit allen wichtigen Vertriebs- und Servicefunktionalitäten für den Reifenhandel ist“, sagt Brauer mit Blick auf solche Dinge wie beispielsweise das sogenannte „Onlineterminbuch“ der Software, mittels dem Kunden über die Pneuhage-Homepage einen Termin für den Radwechsel in ihrer nächstgelegenen Filiale buchen können.

Besonders schätzt der IT-Leiter das neue „Cockpit“, das Cormeta und Pneuhage im Zuge der Einführung gemeinsam entwickelten und das die bisherigen „Einzelcockpits“ von „Tradesprint“ ablöst. Es steuert alle branchentypischen Arbeitsabläufe im Reifenhandel und im Kfz-Servicebetrieb, einschließlich Ein- und Auslagerung, Bar-/Thekenverkauf, Werkstattreparaturen sowie Bestandsabruf mit Umbuchung. „Das ‚Cockpit’ ist sehr funktional und erfüllt nahezu alle unserer Anforderungen. Endlich bekommt der Mitarbeiter in der Niederlassung ein System aus einem Guss und muss nicht mehr zwischen verschiedenen Anwendungen hin und her springen“, meint Brauer und spricht von einer „hervorragenden Zusammenarbeit mit Cormeta“ bei der Entwicklung des neuen „Cockpits“, mit dem bereits sieben Niederlassungen der Pneuhage Reifendienste arbeiten. Gegenüber den bisherigen Einzelanwendungen soll es eine verbesserte, anwenderorientierte Benutzeroberfläche besitzen, was abgesehen von solchen Dingen wie der Zugriffsmöglichkeit auf alle Filialen, einer praxisgerechten Auftragsabwicklung oder einem durchgängigen Bestellwesen nicht zuletzt auch über eine leichte Einarbeitung zu einer laut Brauer hohen Akzeptanz des neuen Systems bei den Mitarbeitern beigetragen hat. „Die moderne und intuitiv bedienbare Oberfläche des neuen ‚Cockpits’ ist sehr benutzerfreundlich“, findet er und sieht darin einen Grund für die „sehr hohe“ Zustimmung für die neue Software seitens der Mitarbeiter.

Ein weiterer Beitrag dazu wird allerdings auch dem strukturierten Schulungskonzept im Zusammenhang mit dem Wechsel zu „Tradesprint“ zugeschrieben. Eigens für die Einführung und den Rollout wurde demnach ein neunköpfiges Trainerteam gebildet. Dessen Mitglieder – aus allen Unternehmensbereichen kommend und als bestens mit dem Geschäft vor Ort vertraut beschrieben – hatten die Aufgabe, sich zunächst ausschließlich mit „Tradesprint“ zu beschäftigen und anschließend ihr Know-how an die übrigen Mitarbeiter weiterzugeben. Daher wurde bei ihrer Auswahl darauf geachtet, dass sie darüber hinaus außerdem noch über methodisch-didaktische Fähigkeiten verfügen. Unternehmensangaben zufolge hat man des Weiteren im Intranet zudem ein Wiki eingerichtet, in dem „Tradesprint“ detailliert erläutert ist – inklusive umfangreicher Hinweise zur Installation und Fehlerbehebung. „Ich denke, dass durch diese stringente Form der Wissensvermittlung und des Knowledge-Managements alle Mitarbeiter auf dem Weg in die neue Systemumgebung mitgenommen werden können. Dabei stützen wir uns mit Cormeta auf einen starken Partner, der unsere Prozesse versteht und sich zudem auf dem neuesten Technologiestand bewegt. Das ist eine feste Grundlage für den weiteren Rollout“, meint Brauer. cm

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