Containertransporte Wesseler feiert Neubau mit „Tag der offenen Tür“

Die Containertransporte Wesseler GmbH hat eine neue Hauptverwaltung nebst Halle eingeweiht. Ende April lud das Unternehmen aus Melle bei Osnabrück zu einem Tag der offenen Tür ein und zeigte, was am Standort im Ortsteil Gesmold in den vergangenen Monaten entstanden war. Das Unternehmen, das sich seit den 1970er Jahren vorwiegend durch seine Altreifenentsorgung einen Namen in der Branche gemacht hat, setzt somit ein klares Zeichen in Richtung eines weiteren Unternehmenswachstums.

Als Josef Wesseler 1963 das Entsorgungsunternehmen gründete, war von Altreifen noch nicht die Rede. Erst etliche Jahre später kam dieses Geschäftsfeld hinzu, mit dem heute rund 70 Prozent der 20 Millionen Euro Jahresumsatz generiert werden. Der Grund für die Aufnahme eines weiteren Geschäftsfeldes war dabei denkbar einfach: Man wurde gefragt. Wie Heinz Wesseler berichtet, der den Betrieb mit seinen 135 Mitarbeitern heute in der dritten Generation führt, habe Firmengründer Josef Wesseler Unternehmergeist bewiesen, als er vom Zementhersteller Dyckerhoff AG den Auftrag erhalten hatte, im Zuge der weltweiten Ölkrise 1976 für einen Sekundärbrennstoff zu sorgen: Altreifen. „Daraus entwickelte sich eine feste Geschäftsbasis“, so Wesseler weiter.

Heute sammeln und verarbeiten die Containertransporte Wesseler deutschland- und europaweit jährlich rund 120.000 Tonnen Altreifen. Folglich ist Wesseler einer der größten Altreifenentsorger Deutschlands, wo jährlich rund 560.000 Tonnen Altreifen anfallen. Dass dazu natürlich mehr als ein paar regionale Reifenhändler zu entsorgen sind, versteht sich. Heute zählen zu Wesseler Kunden etwa die gesamten Werke der Continental-Gruppe im In- und Ausland sowie die sechs Goodyear-Dunlop-Werke in Deutschland sowie zwei weitere Werke des US-Konzerns in Frankreich und in den Niederlanden. Darüber hinaus zählen ebenfalls Händler wie Reifen Ehrhardt (29 Niederlassungen), Reifen Günther (23) oder Emigholz (16) wie auch Euromaster (40 Filialen), First Stop (30 Niederlassungen) und Vergölst (180 Standorte) zu den Wesseler-Kunden.

Da das Unternehmen also insbesondere im Geschäftsbereich der Altreifenentsorgung überaus stark gewachsen war in den vergangenen Jahren, musste auf dem 12.000 m² großen Firmengelände am Hauptstandort in Melle umfassend erweitert werden – bei laufendem Betrieb. „Wir haben exakt 286 Tage benötigt“, erzählt Inhaber und Geschäftsführer Heinz Wesseler. Dann war die 950 m² große Hauptverwaltung bezugsfertig. Auf den vier Etagen des in Wesseler-Rot gehaltenen Gebäudes geht alles barrierefrei zu, es befinden sich neben den Büros auch zwei Konferenzräume – einer davon 120 m² groß – sowie Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu fünf Mitarbeiter im Gebäude. Auf diese Weise können die Mitarbeiter der Niederlassung im sachsen-anhaltinischen Kroppenstedt direkt vor Ort übernachten.

Direkt an die neue Hauptverwaltung angeschlossen ist die 2.000 m² große Speditions- und Entsorgungshalle; Wesseler hatte 1993 ein Speditionsunternehmen erworben. Rund ein Viertel der Hallenfläche werden für die Altreifenentsorgung- und verwertung genutzt. Insgesamt betreibt Wesseler am Standort in Melle sowie den beiden anderen Standorten sieben Shredder-Anlagen, mit denen Altreifen zu Granulat mit einer Körnergröße von bis zu zehn Millimeter produziert werden können. Selbst die Weiterverarbeitung sogenannter ‚grüner’, also nicht vulkanisierter Reifen, stelle für den Entsorgungsfachbetrieb kein Problem dar. Dafür betreibt Wesseler ein spezielles Zerkleinerungswerk, dem das klebrige Gummi der Reifenrohlinge nichts anhaben kann. Daneben betreibt das Unternehmen einen Fuhrpark aus 50 Container- und Speditionsfahrzeugen, die die 1.800 Wesseler-Sammelcontainer transportieren, sowie 40 Baumaschinen, die, so der Inhaber weiter, alle „an ein modernes Flottenmanagementsystem angeschlossen sind“. arno.borchers@reifenpresse.de

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