Pirellis Schotterreifen müssen sich auch auf Asphalt bewähren

Die Rallye Türkei am kommenden Wochenende, vierter von 13 Läufen zur Rallye-Weltmeisterschaft, stand zuletzt 2008 im WM-Kalender. Die Veranstalter nutzen die Freiheiten des geänderten Reglements, das seit Jahren erstmals wieder Wertungsprüfungen (WP) auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen erlaubt. Während sich der Großteil der 23 Wertungsprüfungen über insgesamt 358,84 Kilometer auf Schotter abspielt, besteht rund ein Drittel der Samstags-Etappe aus Asphaltprüfungen. Auf beiden WP-Typen müssen die Schotterreifen von Pirelli verwendet werden, sodass dem schonenden Umgang mit den Pneus entscheidende Bedeutung zukommt.

Ford-Fahrer Jari-Matti Latvala kennt den Wechsel zwischen Asphalt und Schotter aus seiner „Lehrzeit“ in Italien. „Auf langsamen Prüfungen ist das kein Problem, aber auf Asphalt mit Schotterreifen richtig schnell zu fahren, wird schwierig“, weiß der 25-Jährige. „Das Auto bewegt sich sehr stark, und bei Regen wird die Wahl der Bremspunkte kritisch. Wenn die Asphaltstrecken erst am Ende einer WP-Gruppe liegen, sind die Schotterreifen oft schon so abgenutzt, dass sie Slicks nahe kommen und besser funktionieren. In der Türkei verhält es sich jedoch meist umgekehrt – wir müssen also aufpassen, die Pneus anfangs auf Asphalt nicht zu ruinieren, damit sie später auf Schotter noch Grip liefern.“ dv

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