VRÖ warnt: Rabattschlacht führt zum Konkursrichter

Der Verband der Reifenspezialisten Österreichs (VRÖ) appelliert anlässlich der beginnenden Sommersaison an den österreichischen Reifenfachhandel, seine Preise bzw. Rabatte derart zu gestalten, dass die bisherigen Roherträge zumindest in gleicher Höhe wie bisher erhalten bleiben. Rabattschlachten bei gleichen Kosten führen unweigerlich zu einer wirtschaftlichen Bedrohung der Unternehmen, so der Verband in einer Mitteilung. Zahlreiche Reifenhersteller hätten ihre Listenpreise für Sommerreifen massiv abgesenkt. Deshalb warnt der VRÖ den Reifenfachhandel davor, sein bisheriges Rabattsystem unverändert oder nur mit „kosmetischen Korrekturen“ beizubehalten. Eine oberflächliche Rabattgestaltung könne bei niedrigeren Listenpreisen rasch zu einer Vernichtung von 20 bis 30 Prozent des Rohertrages führen, heißt es dort in einer Mitteilung. Bereits im Vorjahr sei es laut der aktuellen VRÖ-Marktdatenerhebung nur in einigen Bereichen gelungen, das Preisniveau des Jahres 2008 wenigstens zu halten. Für das bevorstehende Sommerreifengeschäft befürchtet der VRÖ noch aggressivere Marktpreise, die das Preisniveau insgesamt weiter senken könnten.

Die Gefahren dieser Entwicklung seien durchaus ernst zu nehmen. „Wer sein Glück als Billigstbieter versucht, der möglicherweise zusätzliche Dienstleistungen verschenkt, hat hoffentlich auch die günstigste Kostenstruktur“, stellt VRÖ-Generalsekretär Richard Vogel dazu fest. VRÖ-Obmann James Tennant ergänzt: „Ich empfehle allen Reifenfachhändlern, sich bei der Preisfindung nicht nur an den Angeboten der Mitbewerber zu orientieren, sondern auch an die Grundsätze einer vernünftigen Kalkulation zu denken.“ Andernfalls sei der Weg zum Konkursrichter vorprogrammiert. ab

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