Kurt Beck besucht Michelin-Betriebsversammlung in Bad Kreuznach

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hat Ende Februar eine Betriebsversammlung bei den Michelin Reifenwerken in Bad Kreuznach besucht. Er war damit einer Einladung des Betriebsrats gefolgt. Beck bezeichnete die Zusammenarbeit zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat bei der Bewältigung der Wirtschafts- und Finanzkrise als vorbildlich bei Michelin. Dies habe es dem Unternehmen ermöglicht, alle Arbeitsplätze am Standort Bad Kreuznach zu sichern, wo die rund 1.600 Beschäftigten in diesem Jahr den Planungen zufolge etwa 7,7 Millionen Pkw- und Leicht-Lkw-Reifen sowie Kautschukmischungen, Textil- und Stahlcord fertigen werden. Er soll bei seiner Visite außerdem die Qualifikationsmaßnahmen als Faktor hervorgehoben haben, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben und gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Statt Wettbewerb um jeden Preis müsse die Qualität der Produkte im Vordergrund stehen, um auf Dauer bestehen zu können, so der Ministerpräsident. Unter den Maßnahmen zur Flexibilisierung nannte er insbesondere das Instrument der Zeitarbeitskonten, um Produktionsschwankungen entgegenzuwirken. Hier hat Michelin seiner Meinung nach eine besonders intelligente Lösung gefunden.

„Wir werden in Rheinland-Pfalz alles dafür tun, um die Arbeitsplätze zu sichern und die Ausbildung zu stabilisieren“, versprach der SPD-Politiker der Bad Kreuznacher Belegschaft. Beim anschließenden Rundgang über den sogenannten „Marktplatz“ kam der Ministerpräsident zudem mit zahlreichen Beschäftigten ins Gespräch: Denn statt der bei Betriebsversammlungen üblichen Berichte von Betriebsrat und Standortleitung waren im Betriebsrestaurant 18 Informationsstände zu arbeits-, sozial-, und personalrelevanten Themen für die Mitarbeiter aufgebaut. Die Betriebsratsausschüsse stellten ihre Arbeit vor, und die Werksleitung gab einen Ausblick auf das Produktprogramm 2010 sowie die zu beliefernden Kunden. Außerdem konnte sich die Belegschaft über den Demografiebeitrag von 300 Euro informieren, der seit diesem Jahr von Michelin für jeden tariflichen Mitarbeiter auf einem Langzeitkonto angelegt wird. Er soll dazu dienen, Freistellungen zu finanzieren, wie etwa zusätzliche Elternzeit oder Freistellungen vor der Rente. Andere Stände widmeten sich den Angeboten aus dem Gesundheits- und dem Ideenmanagement. Weitere Gastaussteller waren unter anderem die Berufsgenossenschaft Chemie, die Gewerkschaft IGBCE und die Betriebskrankenkasse Pronova.

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