“Preislich fairer Onlinehandel” ist das Ziel von ReifenSystem

Mit der im September in Österreich gestarteten B2B-Reifenhandelsplattform unter www.reifensystem.at hat es sich die in Kaiserslautern beheimatete ReifenSystem GbR als Ziel gesetzt, einen „preislich fairen Onlinehandel“ zwischen Groß- und Einzelhändlern am Markt zu etablieren. Damit wird die Plattform anscheinend gewissermaßen als Konkurrenz zu Tyre24 in Position gebracht. „Denn eine solche Monopolisierung ist auf Dauer nicht gut für den Markt“, erklärt David Detjen, der die Marketingleitung für Österreich innehat und zugleich zusammen mit Swen Gerber als Geschäftsführer der ReifenSystem GbR fungiert. Es sei – sagt er im Gespräch mit der NEUE REIFENZEITUNG – dabei durchaus geplant, die B2B-Plattform später auch in Deutschland ans Netz zu bringen, selbst wenn es wohl erst im kommenden Jahr soweit sein dürfte. ReifenSystem soll jedenfalls nichts weniger als „eine neue Ära im Reifenhandel Europas einläuten“, was man so interpretieren könnte, dass die Kaiserslauterner noch über den österreichischen oder deutschen Markt hinausgehende Ambitionen haben.

Bei all dem hat das Unternehmen das in Form des Begriffes „FairTyreTrade“ formulierte Leitbild vor Augen. Soll heißen: Mithilfe von ReifenSystem will man dem Handel ein Instrument an die Hand geben, mit dem er Zeit und Mühen spart, aber nicht – wie es heißt – „durch Dumping das wichtigste Merkmal eines guten Händlers beeinträchtigen – die Qualität“. Die Plattform wird vorrangig als schnelles Beschaffungsmedium für den Handel gesehen, weshalb den Nutzern geraten wird, durch die Kalkulation ihrer Reifen- und Felgenpreise nicht „langfristig tragische E-Commerce-Kämpfe“ auszulösen. Ein solch heres Ziel zu verfolgen ist sicher nicht verkehrt, doch allein wie genau man dies in der Praxis erreichen respektive sicherstellen bzw. gewährleisten will, dazu sagt ReifenSystem bislang nichts Definitives. Insofern ist davon auszugehen, dass sich hinter dem Ansatz eben „nur“ ein weiterer B2B-Marktplatz für die Beschaffung von Reifen verbirgt. Warum auch nicht? Glaubt man einem alten Sprichwort, belebt Konkurrenz schließlich das Geschäft.

Und so heben die Kaiserslauterner denn auch hervor, dass sie schon seit Jahren in der Reifenbranche arbeiten und ihnen die Ansprüche des Marktes daher bekannt sind. Viel Wert wurde bei ReifenSystem deshalb auf die technische Aufbereitung der Großhandelsdaten mittels neuester Webtechnologien gelegt. „Durch die permanent aktuell gehaltenen Daten der Großhändler erhält der Fachhändler immer die aktuellsten Angebote und Bestände und sichert sich somit beste Verkaufschancen in seinem Gebiet. Die Bestellplattform für den Fachhändler ist klar strukturiert und ohne komplizierten Bestellprozess. So wird auch dem technisch weniger versierten Fachhändler die Möglichkeit gegeben modernste Techniken zu nutzen, um auf die aktuellen am Markt verfügbaren Reifen und Felgen zuzugreifen“, heißt es vonseiten des Unternehmens. Das Auffinden von Reifen und Felgen gehe mit dem System einfach, intuitiv und schnell über ein Standardauswahlmenü oder mithilfe einer Profi-/Matchcode-Suche. Wenige Klicks genügten für eine Auswahl der günstigsten Händler mit der besten Verfügbarkeit.

„Entscheidend ist nicht nur der Preis, sondern auch der Lagerbestand. Denn nur so ist gewährleistet, dass eine rasche Lieferung des Artikels gewährleistet ist“, wird dabei ein weiteres Mal betont, dass bei der Plattform das Thema Preise nicht unbedingt im Vordergrund stehen soll. Des Weiteren werden auf der Site Profilbilder und Testberichte vorgehalten, um die Nutzer des Systems immer auf dem neuesten Stand zu halten bzw. ihnen eine zeitraubende Suche von Zusatzdaten während des Verkaufsgespräches mit Kunden zu ersparen. Neben einer – so Detjen – „langfristigen und gesunden Geschäftsbeziehung zwischen Groß- und Einzelhandel“ liegt den Kaiserslauternern demnach ebenso am Herzen, den „Reifenfachhandel effizient und lukrativ zu gestalten“.

ReifenSystem wird dem Fachhandel gegen eine Gebühr von monatlich einem Euro – dieser Angebotspreis ist gültig bis zum 15. Januar 2010 – zur Verfügung gestellt. Die sich daraus errechnende Jahresgebühr in Höhe von zwölf Euro wird Anbieteraussagen zufolge für eine Überprüfung potenzieller Plattformteilnehmer bei Creditreform verwendet, um auf diese Weise einen Schutz gegen Zahlungsausfälle aufzubauen. „Händler mit einem schlechteren Index dürfen auch über die Plattform bestellen, jedoch wird die Warenlieferung vom Großhändler dann nur gegen Vorauskasse versendet“, so das Unternehmen, das Interessenten, die sich telefonisch oder auch online unter www.reifensystem.at anmelden können, eine zeitnahe Prüfung der Registrierung bzw. Übermittlung der entsprechenden Zugangsdaten verspricht.

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