Dunlop: Nur Champions finden das optimale Setup

Timo Scheider oder Gary Paffett, Audi oder Mercedes-Benz, Abt oder HWA: An diesem kommenden Wochenende entscheidet sich beim Finale auf dem Hockenheimring, wer sich den DTM-Titel 2009 sichern kann. Für das letzte Rennen des Jahres haben sich alle Beteiligten ganz besonders vorbereitet. Alles muss passen, wenn man am Ende der Saison schließlich als Sieger ganz oben auf dem Podest stehen möchte. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen, wie Michael Bellmann, Leiter Dunlop Motorsport, zu berichten weiß: „In der DTM geht es bei der Vorbereitung der Fahrzeuge um kleinste Details. Unzählige Faktoren spielen beim Setup eines DTM-Fahrzeugs eine Rolle: die Gewichtsverteilung, die Aerodynamik, Federn, Dämpfer, und nicht zuletzt die Behandlung der Reifen. Ein bisschen mehr Risikofreude oder minimal geänderte äußere Bedingungen können schnell über Sieg oder Niederlage entscheiden.“

Dunlop-Techniker ergänzen die Datensammlung der Teams

Auch für das Finale in Hockenheim kommt es daher auf eine optimale Vorbereitung an. Intensiv studieren die Ingenieure der Teams die Daten des DTM-Auftakts vor fünf Monaten. Die Dunlop-Techniker ergänzen die Informationen mit ihren Daten, stellen eigene Berechnungen an und stellen sie den Teams als einen der Mosaiksteine für das perfekte Setup zur Verfügung. Rund tausend Messdaten kommen so alleine bei den Dunlop-Mitarbeitern pro Wochenende zusammen. Doch die Kombination der unterschiedlichen Parameter ist unglaublich komplex. Ein Beispiel: Der Sturz eines Rennwagens ändert sich dynamisch, und diese Dynamik kann über verschiedene Kinematikvarianten nochmals verändert werden. Das geschieht über den Lenkwinkel oder z. B. Einfederung. Die Einstellungen, welche statisch in der Box vorgenommen werden, sind also nur bedingt mit den Werten bei über 200 km/h oder in einer Kurvensituation vergleichbar.

Ebenso die Reifen: Der an den Boxen eingefüllte Luftdruck steigt unter der Belastung des Rennbetriebs an. Da das optimale Arbeitsfenster nach einer genau berechneten Distanz getroffen werden muss, werden alle Faktoren, die die Erwärmung und damit auch die Steifigkeit und Aufstandsfläche des Reifens beeinflussen, perfekt aufeinander abgestimmt. „Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei stets die Kenntnis der Fahrzeugingenieure über alle Faktoren, welche die Balance des Fahrzeugs beeinflussen“, so Michael Bellmann. „Auch beim Finale in Hockenheim wird dieser Faktor entscheidend sein, denn nur die Fahrer, die durch die richtige Abstimmung ihres Fahrzeugs eine möglichst gleichmäßige Beanspruchung der Reifen an der Vorder- und Hinterachse erreichen, werden am Ende schnell und sicher ins Ziel kommen.“

Longruns sind unerlässlich

Ein ebenfalls wichtiger Faktor für die Erstellung des bestmöglichen Setups ist die Möglichkeit, die Einstellungen bei gleichbleibenden Bedingungen zu testen. „Bei den reglementbedingt relativ kurzen Trainingszeiten – eigentlich zählt hier nur das freie Training am Samstagmorgen – kann das Wetter schnell einen Strich durch die Vorbereitungsphase machen“, erklärt Michael Bellmann. „Ein kleiner Schauer, und schon sind alle geplanten Longruns nahezu sinnlos. Da zeigt sich dann erst im Rennen, wer die Reifen optimal zum Arbeiten bringt, sie aber gleichzeitig schont, um auch am Rennende noch die maximale Performance zu haben.“

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