Silica der neuesten Generation von Marktführer Rhodia

Zeosil Premium, ein neues, besonders flächiges Siliziumoxid (Silica) von Rhodia, reduziert den Rollwiderstand von Kfz-Reifen um weitere ca. zehn Prozent. Die Technologie bietet Reifenherstellern eine optimierte Leistungsbalance und unterstützt sie in ihrem Bestreben, künftigen europäischen Vorschriften entgegenzukommen, die eine Entwicklung noch energieeffizienterer Reifen voraussetzen. Grund genug für den französischen Konzern und den für Silica SBU verantwortlichen Direktor Peter Browning, auf der IAA als einziger maßgeblicher Zulieferer der Reifenindustrie aufzutreten. Mit früheren Silica-Generationen konnte der Rollwiderstand schon um 25 Prozent reduziert werden, wodurch sich Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß pro Fahrzeug um geschätzte fünf Prozent verringerten.

Der Reifenfüllstoff Silica gehört bei Rhodia zur Sparte Silcea, die im Jahre 2008 für 16 Prozent vom Konzernumsatz steht und 746 Millionen Euro umgesetzt hat. Silica vor allem für die Reifenhersteller allein steht für etwa knapp sechs Prozent vom Konzernumsatz, erklärt Browning, allerdings sei dieser Bereich mit alljährlichen Zuwachsraten von zehn bis elf Prozent von besonderer Bedeutung für Rhodia. Das Unternehmen ist mit mehr als 60 Prozent klarer Weltmarktführer bei High-Performance-Silica und hat Fabriken zur Silica-Herstellung „dicht bei den Kunden“, so Peter Browning, und zwar in Lateinamerika (2), Nordamerika, Korea, China (dort ist eine weitere Anlage im Bau), Italien sowie im Heimatland Frankreich.

Kunden von Rhodia sind alle renommierten Reifenhersteller der Welt, aber auch die aufstrebenden fernöstlichen Anbieter. Browning räumt ein, dass in vielen derer Reifen, die fürs Ersatzgeschäft bestimmt sind, Silica noch eher eine Rarität ist. Ganz anders allerdings bei den Erstausrüstungsreifen, die zum Beispiel aus chinesischen Reifenfabriken stammen, allesamt Rhodia-Kunden. Dass Michelin bei der Komponente Silica in Reifenmischungen solch eine große Rolle spielt und die Vorreiterrolle bei „grünen Reifen“ für sich reklamiert, erklärt der Rhodia-Direktor mit der historischen Leistung der Rhodia-Landsleute vom Beginn der 90er Jahre, als es ihnen als erstem Reifenhersteller gelang, die beiden Komponenten Silica und Kautschuk durch den Einsatz von Organosilanen zusammenzuführen.

Der schwere Einbruch der Reifenbranche in den letzten Monaten ist natürlich auch nicht am Zulieferer der Hersteller Rhodia vorbeigegangen, beklagt Browning. Im zweiten Quartal 2009 sei beispielsweise die Auslastung der Silica-Produktion auf etwa 75 Prozent gesunken, liege jetzt aber (Stand Mitte September) bereits wieder bei ca. 95 Prozent. Wobei dem Unternehmen zugute kommen dürfte, nicht nur volumenmäßig Marktführer zu sein, sondern auch die Technologieführerschaft beanspruchen und dazu beitragen zu können, dass den neuen EU-Vorschriften für Autoreifen Genüge getragen wird.

„Der Einsatz von unserem Zeosil Premium wird es den Herstellern erleichtern, die neuen Vorschriften zu erfüllen“, unterstreicht Peter Browning. „Er wird die Verbreitung energieeffizienter Reifen verstärken und so dazu beitragen, weniger CO2 in die Atmosphäre auszustoßen.“ Hintergrund: Im Juli haben Europaparlament und Europarat eine Verordnung (EG 661/2009) unterzeichnet, die niedrigere Grenzwerte für den Rollwiderstand und andere Kernparameter festlegt wie die Nasshaftung. Im April hat das Europaparlament außerdem einen geänderten Vorschlag (KOM 2009/348) über die energiespezifische Kennzeichnung von Reifen verabschiedet, der sich insbesondere mit der Kraftstoffeffizienz und dem CO2-Ausstoß befasst. Die entsprechende Kennzeichnungspflicht soll im November 2012 in Kraft treten.

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