Urteil: Ersatz bei „porösen Reifen“ am Neuwagen muss unentgeltlich sein

Reklamiert der Kunde in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf eines Neuwagens die Reifen, darf der Händler diese zur Untersuchung zwar abmontieren, muss dann aber auch unentgeltlich Ersatzreifen zur Verfügung stellen, urteilte das Landgericht Braunschweig (Az. 4 S 385/04). Darauf weist das Auto-Medienportal hin. Im entschiedenen Fall verlangte ein Käufer nach 15.000 gefahrenen Kilometern vom Händler andere Pneus, da die Reifen porös waren und das bei neuwertigen Reifen nicht so schnell auftreten dürfe. Der Händler wollte die Reifen aber erst untersuchen lassen. Und dazu sollten die Räder abmontiert und zum Hersteller geschickt werden. Ersatzreifen wollte er dem Kunden nicht zur Verfügung stellen.

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